Wrack des deutschen Flüchtlingsschiffs "Goya" entdeckt

18. April 2003, 20:39
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Beim Untergang 1945 starben rund siebentausend Menschen

Leipzig - In der Ostsee haben Forscher das Wrack des deutschen Flüchtlingsschiffs "Goya" entdeckt, das im April 1945 mit mehr als siebentausend Menschen an Bord versenkt worden war. Wie der Paderborner Wracktaucher Ulrich Restemeyer am Donnerstag sagte, gelang es seiner internationalen Expedition mit Tauchern aus fünf Ländern am Mittwoch, das Schiff mit Hilfe eines modernen Sonargeräts in 78 Meter Tiefe zu orten. An diesem Tag jährte sich der Untergang zum 58. Mal. Dass es sich um die "Goya" handelt, sei "absolut sicher", betonte Restemeyer.

Aufrecht auf dem Meeresgrund

Bei dem Unglück handelte es sich um eine der größten Schiffskatastrophen aller Zeiten. Nur 175 Menschen überlebten laut Restemeyer den russischen Torpedo-Angriff vor der Danziger Bucht.

Restemeyer berichtete, es seien bereits Taucher zu dem Wrack vorgedrungen, das aufrecht auf dem Meeresgrund liege. Der Bug des Schiffes sei abgebrochen.

Nach der "Wilhelm Gustloff" und der "Steuben" ist die "Goya" bereits das dritte Flüchtlingsschiff, das Restemeyer in der Ostsee aufgespürt hat. Wie der MDR mitteilte, hat ein Kamerateam den Fund des Schiffwracks für die ARD dokumentiert. Wann die Bilder gesendet werden, steht noch nicht fest. (APA/AP)

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