US-Delegation trifft Arafat

17. April 2003, 16:45
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Erstmals seit Beginn des Boykotts gegen Person des palästinensischen Präsidenten

Ramallah - Eine Delegation des US-Kongresses ist am Donnerstag zu Gesprächen mit dem palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat zusammengetroffen. Es handelte sich um das erste ranghohe Treffen seit Beginn des amerikanischen Boykotts gegen Arafats Person im vergangenen Jahr. Der republikanische Abgeordnete Darrell Issa sprach nach der Zusammenkunft in Ramallah von einem "sehr guten Treffen". Arafat stehe voll hinter dem Friedensprozess.

An dem Gespräch nahmen neben Issa Abgeordnete beider Parteien aus den US-Staaten West Virginia und New York sowie mehrere ranghohe Vertreter der Palästinenser teil. Ob die Amerikaner auch mit dem neuen palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas zusammentreffen würden, war zunächst nicht bekannt. Im Juni vergangenen Jahres hatte US-Präsident George W. Bush sich dem israelischen Boykott gegen Arafat angeschlossen und dessen Rücktritt als Voraussetzung für die Schaffung eines Staates Palästina gefordert.

Der palästinensische Planungsminister Nabil Shaath kündigte unterdessen die Vorstellung von Abbas' Kabinett für Sonntag an. Die Beratungen darüber sollten voraussichtlich am Samstag abgeschlossen werden. Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hatte am Mittwoch umfassende Machtkompetenzen für Abbas gefordert. Arafat dürfe nicht die Fäden in der Hand behalten.(APA/AP)

  • Der palästinensische Präsident Yasser Arafat trifft erstmals seit Beginn des Boykotts gegen seine Person offiziell wieder mit einer Delegation des US-Kongresses zusammen.
    foto:epa/hussein hussein

    Der palästinensische Präsident Yasser Arafat trifft erstmals seit Beginn des Boykotts gegen seine Person offiziell wieder mit einer Delegation des US-Kongresses zusammen.

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