"Indiskretionen" über Sahara-Touristen: Kritik an Ferrero-Waldner

17. April 2003, 14:55
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Deutsche Sicherheitsbehörden befürchten, dass sich die Entführer an ihren Geiseln rächen könnten

Wien/Hamburg - Die österreichische Außenministerin Benita Ferrero-Waldner sorgte mit der öffentlichen Weitergabe von Informationen über die verschwundenen Touristen bei den deutschen Sicherheitsbehörden für Aufregung, berichtet der "Spiegel". Auch die deutsche Bundesregierung habe sich zutiefst verärgert über die Informationspolitik der österreichischen Behörden gezeigt.

Übereinkunft der Länder

Anders als der deutsche Innenminister Otto Schily, der jede Stellungnahme nach seiner Algerienreise verweigert hatte, berichtete die österreichische Außenministerin über hinterlassene Nachrichten der Vermissten in der Wüste. In Berlin sei die Empörung groß, da es zwischen den Ländern eine Übereinkunft gibt, keine Details über den Verlauf der Fahndung nach den vermissten Touristen bekannt zu geben, um den Fahndungserfolg in keiner Weise zu verzögern. Die Sicherheitsbehörden befürchten nun laut "Spiegel", dass die Entführer sich an ihren Geiseln rächen könnten.

Auf mehrmalige Anfrage der APA war zunächst vom Außenministerium in Wien keine Stellungnahme zu erhalten.(APA/red)

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