OSZE: Keine groben Menschenrechts- verletzungen in serbischen Gefängnissen

17. April 2003, 16:23
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Untersuchungen waren eingeleitet worden, nachdem nach Djindjic-Mord 2.700 Personen verhaftet wurden

Belgrad - Bei den seit Anfang dieser Woche in Serbien laufenden Inspektionen von Gefängnissen durch OSZE- und UNHCHR-Experten (UNO-Hochkommissar für Menschenrechte) seien "keine groben Menschenrechtsverletzungen" festgestellt worden. Dies berichteten am Donnerstag Belgrader Medien. Der OSZE-Missionschef in Belgrad, Maurizio Masari, erklärte, dass die Expertengruppe ihre Vorschläge zur Verbesserung der Verhältnisse in Gefängnissen an die Regierung richten werde.

Die Inspektion von Gefängnissen erfolgte auf Einladung der serbischen Regierung, nachdem in den vergangenen Wochen im Rahmen der Ermittlungen nach der Ermordung von Regierungschef Zoran Djindjic bereits etwa 2.700 Personen in Gewahrsam genommen wurden. Getrennte Inspektionen leiten inzwischen auch der serbische Justizminister Vladan Batic und der Minister für Menschen- und Minderheitenrechte Serbien-Montenegros, Rasim Ljajic. (APA)

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