Umfrage: FPÖ fällt auf vier Prozent

18. April 2003, 17:44
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SORA: Durch historisches Tief müssten Freiheitliche derzeit um Einzug in Nationalrat zittern

Wien - Die FPÖ fällt bei der sogenannten Sonntagsfrage laut SORA-Umfrage (Sample 1.000) in den Rohdaten auf vier Prozent, berichtet "Format" in seiner jüngsten Ausgabe. Damit müsste die Partei von Herbert Haupt derzeit bei Nationalratswahlen nicht nur um den Einzug in den Nationalrat zittern, sondern fiele auch auf ein historisches Tief, heißt es in dem Bericht. Die FPÖ sieht die Umfrage gelassen und spricht von einer Wunschvorstellung der SPÖ.

Bleckmann: SPÖ-Umfrage

FPÖ-Generalsekretärin Magda Bleckmann: "Sora ist eine Firma, die den überwiegenden Teil ihrer Aufträge aus der SP-Stadtverwaltung Wien und SP-nahen Organisationen wie Charly Blechas Pensionistenverband erhält." Diese sogenannte "Umfrage", die "diesen Titel nicht einmal verdient, wundert daher keinen: Nach dem Motto: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe. Die Wunschvorstellung einer sich in Weinverkostungen ergehenden SPÖ wird durch so eine Auftragsarbeit durch eine dafür bekannte Firma sicherlich nicht untermauert. Schlimm ist, dass mittlerweile 'Format' die parteipolitische Arbeit der urlaubenden Opposition nunmehr übernehmen muss".

SORA-Chef Christoph Hofinger meinte im "Format", für die FPÖ "ist dieses Ergebnis ein dramatisches Signal. Die Partei ringt um ihre Existenz". Seit 1986 - der Übernahme der FPÖ durch Jörg Haider - sei dies der schlechteste Wert bei einer Sonntagsfrage.

Die Umfrage weist in den Rohdaten für die SPÖ 28 Prozent, für die ÖVP 23 und für die Grünen acht Prozent aus. Der Anteil der Nichtdeklarierten ist mit 37 Prozent der relativ höchste.

Bei der Umfrage mit den "Deklarierten" käme die SPÖ auf 45 Prozent, die ÖVP auf 36, die Grünen auf zwölf und die FPÖ auf sechs Prozent.

SORA weist FPÖ-Kritik zurück

SORA hat die Kritik der FPÖ an der jüngsten Umfrage, wonach die Freiheitlichen in den Rohdaten auf vier Prozent abgesunken seien, zurück gewiesen. Es habe sich bei der Umfrage nicht, wie die FPÖ behaupte, um eine Auftragsarbeit eines Kunden gehandelt, sondern um eine Eigenforschung. Dabei habe man höchsten Wert auf Ausgewogenheit und Überparteilichkeit gelegt.

Die SORA-Umfrage erfülle außerdem sämtliche Qualitätskriterien. So sei die Stichprobe mit 1.000 größer als in den meisten sonst publizierten Umfragen. Außerdem verweist SORA darauf, dass das "nicht als SPÖ-nahe einzustufende Fessel-Institut laut Kronen Zeitung am Mittwoch die FPÖ bei sieben Prozent Deklarierten gemessen hat, SORA bei sechs Prozent. Das heißt, dass der Abwärtstrend der FPÖ auch von anderer Seite bestätigt wird", erklärte der Chef des Meinungsforschungsinstituts, Christoph Hofinger. (APA)

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