Geräuschkulisse bremst Hirnentwicklung bei Ratten

17. April 2003, 19:45
posten

Sie wirkt sich auf auch das kindliche Hör- und Sprachvermögen beim Menschen aus

Washington - Eine ständige Geräuschkulisse verlangsamt einer US-Studie zufolge die Entwicklung des Hörsinns junger Ratten. Solche Hintergrundgeräusche könnten auch Auswirkungen auf das kindliche Hör- und Sprachvermögen beim Menschen haben, schreiben die Forscher im US-Fachjournal "Science" vom Freitag. Das für das Hören zuständige auditore Hirnzentrum der Rattenkinder begann sich jedoch weiter zu entwickeln, sobald die Geräusche in der Umgebung verstummten.

Edward Chang und Michael Merzenich vom Keck-Zentrum für integrative Neurowissenschaften in San Francisco beschallten die Ratten gerade so laut, dass die Versuchstiere die anderen normalen Alltagsgeräusche nicht wahrnehmen konnten. Anschließend ermittelten sie Auswirkungen des Lärms auf die zuständige Region in der Hirnrinde der Nager.

Laut Chang beinhaltet das Ergebnis eine gute und eine schlechte Nachricht. "Negativ ist, dass Lärm schlimme Auswirkungen auf die Entwicklung des Hirns haben kann", erläuterte der Forscher. "Positiv wiederum ist, dass der Zeitraum länger zu sein scheint, in dem betroffene Kinder behandelt werden können und den Nachteil aufholen". (APA/dpa)

Links

Science

Share if you care.