DAK bestreitet drohende Pleite

17. April 2003, 11:21
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Deutsche Angestellten-Krankenkasse: Defizit durch höhere Beiträge ausgeglichen

Hamburg - Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) hat eine Meldung der "Bild"-Zeitung über einen drohenden Bankrott dementiert. "Die DAK ist nicht pleite. Wir weisen die Spekulationen der 'Bild'-Zeitung zurück", sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Hamburg. Das Millionen-Defizit des vergangenen Jahres sei durch höhere Beiträge in diesem Jahr wieder ausgeglichen. Die "Bild"-Zeitung hatte unter Berufung auf einen Experten berichtet, der DAK fehlten rund 600 Mio. Euro, um einen ausgeglichenen Haushalt plus vorgeschriebener Mindestrücklagen ausweisen zu können.

Das Defizit der DAK betrug nach Angaben von Sprecher Rolf Mentzell im vergangenen Jahr 423 Mio. Euro. Grund dafür seien die gestiegenen Arzneimittelausgaben sowie sinkende Einnahmen unter anderem durch die hohe Arbeitslosigkeit gewesen. Die DAK hatte deswegen ihren Beitragssatz ab Jänner von 14,5 auf 15,2 Prozent erhöht. Durch die Mehreinnahmen seien sowohl der Abbau des Defizits als auch die in diesem Jahr erwarteten Kostensteigerungen abgedeckt, sagte Mentzell. Das Bundesversicherungsamt habe den Haushalt der DAK geprüft und genehmigt.

Die "Bild"-Zeitung zitierte den Experten mit den Worten, die DAK sei wegen des Fehlbetrags "im Prinzip pleite". Die DAK ist mit knapp sechs Millionen Mitgliedern nach der Barmer der zweitgrößte gesetzliche Krankenversicherer in Deutschland.(APA)

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