WHO und China streiten über Zahlen

17. April 2003, 11:11
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Zwischen 100 und 200 SARS-Fällen in Peking vermutet WHO - von 37 diagnostizierten Fällen spricht China

Peking - China hat Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die Zahl der Fälle der tödlichen Lungenkrankheit SARS in der Hauptstadt Peking zurückgewiesen. "Bisher gibt es, wie jeder weiß, 37 eindeutig diagnostizierte Fälle", sagte der Chef des Zentrums für Krankheitsdiagnose und -prävention, He Xiong, am Donnerstag. Sollten mehr Fälle diagnostiziert werden, würden dies die zuständigen Regierungsstellen mitteilen.

Der Chef der WHO-Abteilung für ansteckende Krankheiten, David Heymann, sagte, seine Experten gingen zwischen 100 und 200 wahrscheinlichen SARS-Fällen in Peking aus. Ein Team der WHO untersucht derzeit in China den Ausbruch der Krankheit.

SARS hat sich auch in einer Reihe chinesischer Provinzen ausgebreitet. Seit dem ersten Auftreten der Krankheit in der Provinz Guangdong im November sind in China mindestens 65 Menschen an SARS gestorben, mehr als 1.400 haben sich infiziert. Weltweit gibt es mehr als 3.400 Infizierte in mehr als 20 Ländern. Rund 160 Patienten starben bisher an SARS. (APA/Reuters)

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