"Aktionstage Politische Bildung" von 27. April bis 15. Mai

17. April 2003, 12:05
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Workshops, Vorträge und Diskussionen - Über 100 Veranstaltungen in drei Wochen

Wien - Ganz im Zeichen der Politischen Bildung sollen die Wochen vom 27. April bis zum 15. Mai stehen. Österreichweit finden dabei Veranstaltungen zur Demokratieerziehung, Menschenrechtsbildung und Zeitgeschichte statt. Den zeitlichen Rahmen für die "Aktionstage Politische Bildung" bilden dabei zwei historische Daten: Der Jahrestag der Wiederherstellung der Republik am 27. April 1945 und jener der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags am 15. Mai 1955. Insgesamt stehen über 100 Veranstaltungen auf dem Programm.

Anschaulicher Unterricht

Eröffnet werden die Aktionstage am 27. April mit dem Seminar "1945-1955 - Vom Ende des Nationalsozialismus bis zum Staatsvertrag". Zeitzeugen und Opfer des NS-Regimes berichten dort über die Nachkriegszeit, Historiker und Politologen halten Vorträge und stehen für Diskussionen zur Verfügung. Am 28. April werden an der Pädagogischen Akademie Stams die "Kinderrechte im Unterricht" thematisiert - aufgezeigt werden sollen Möglichkeiten, das Thema Kinderrechte im Unterricht anschaulich und spielerisch aufzugreifen.

Workshops für Lehrer

Workshops für Pädagogen zum neuen Lehrplan für das Fach "Geschichte und Politische Bildung" stehen am 29. und 30. April in Wien und Salzburg auf dem Programm. Am 30. April veranstaltet die Volkshochschule (VHS) Bregenz einen Vortrag zum Thema "Familiengeschichte und Parteipolitik" über die Geschichte einer Dornbirner Arbeiterfamilie und deren Beweggründe für parteipolitisches Engagement.

Präsentation von Unterrichtsmaterial über EU-Erweiterung

Das aktuelle Thema "Jugend und Mitbestimmung" wird am 8. April am Beispiel eines SchülerInnenparlaments von der VHS Simmering thematisiert - zentrale Fragen dabei sind die Entwicklung von Mitbestimmungsmodellen sowie deren nötige Beschaffenheit, um von den Jugendlichen akzeptiert zu werden. Am gleichen Tag wird in der Diplomatischen Akademie in Wien aktuelles Unterrichtsmaterial zur EU-Erweiterung präsentiert, Vertreter von Schulen, Unis und Bildungsministerium diskutieren über die Erweiterung der EU.

Durch alle drei Wochen zieht sich außerdem eine Vortragsreihe über die Tätigkeit und die Ergebnisse der Historikerkommission. Darüber hinaus finden im Rahmen der Aktionstage auch ein Europaquiz sowie der Schulprojektwettbewerb "Was Europa bewegt" statt.(APA)

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