Vorarlberg: Grundwehrdiener erschoss sich mit Sturmgewehr

17. April 2003, 13:56
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22-Jähriger hätte in zwei Wochen abgerüstet

Bregenz - Während des Wachdienstes hat sich am Mittwoch kurz vor 18.00 Uhr ein 22-jähriger Grundwehrdiener in der Walgau-Kaserne in Bludesch (Bezirk Bludenz) mit einem Sturmgewehr erschossen.

Der Soldat aus Götzis (Bezirk Feldkirch) hätte in zwei Wochen abgerüstet. Zusammenhänge mit dem Dienst beim Bundesheer werden als Tatmotiv ausgeschlossen.

Der 22-Jährige war zusammen mit anderen Präsenzdienern zur Wache eingeteilt. Als er einen kurzen Moment alleine im Wachzimmer war, schloss er sich ein und erschoss sich mit seiner Dienstwaffe, einem Sturmgewehr 77.

Tief betroffen zeigte sich am Donnerstag der Vorarlberger Militärkommandant Gottfried Schröckenfuchs: "Der junge Mann hätte in zwei Wochen abgerüstet, er galt als sehr zuverlässig und hat bereits 60 Wachdienste absolviert." Nach einem ersten Zwischenergebnis schloss die Kriminalabteilung Zusammenhänge mit dem Dienst beim Bundesheer aus, betonte der Militärkommandant. Die Familie des Grundwehrdieners und seine Kameraden werden durch das Kriseninterventionsteam psychologisch betreut. (APA)

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