Apple mit deutlichem Gewinnrückgang

17. April 2003, 11:44
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Der Umsatz ist leicht auf 1,48 Milliarden Dollar gesunken - Kein Kommentar zu Übernahme der Universal Music Group

New York - Der US-Computerhersteller Apple hat im abgelaufenen Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet, aber dennoch die durchschnittliche Analystenprognose übertroffen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 (zum 30. September) sei ein Reingewinn von 14 Mio. Dollar (12,92 Mio. Euro) oder vier Cent je Aktie nach einem Gewinn von 40 Mio. Dollar oder elf Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum erzielt worden, teilte Apple am Donnerstag nach Börsenschluss in San Francisco mit.

Der Umsatz ging geringfügig auf 1,48 Mrd. Dollar von 1,50 Mrd. Dollar im Vorjahr zurück. Analysten hatten den Gewinn je Aktie im Durchschnitt mit zwei Cent und den Umsatz mit 1,46 Mrd. Dollar prognostiziert. Im nachbörslichen Handel stiegen die Apple-Aktien auf 13,28 Dollar, nachdem sie an der Nasdaq mit 13,24 Dollar geschlossen hatten. Später gaben die Titel jedoch wieder auf 13,23 Dollar nach.

Umsatzziel erreicht

Apple-Finanzchef Fred Anderson teilte mit, das Unternehmen habe sein Umsatzziel erreicht. Die Lagerbestände in den Vertriebskanälen lägen unterhalb von viereinhalb Wochen und die Barmittel des Unternehmens seien auf über 4,5 Mrd. Dollar gestiegen. Für das nächste Quartal erwarte er einen "relativ unveränderten" Umsatz und einen "leichten Gewinn".

Analysten rechneten für das nächste Quartal mit einem Gewinn von fünf Cent pro Aktie in einer Bandbreite von zwei bis acht Cent bei einem Umsatz von wiederum 1,5 Mrd. Dollar.

"Investition in den Wachstum"

In einem Interview begründete Anderson den Gewinnrückgang unter anderem mit gestiegenen Kosten für Forschung und Entwicklung und der Eröffnung neuer Verkaufsfilialen. "Das ist eine Investition in den Wachstum", sagte Anderson.

Einen Bericht, wonach Apple mit dem hoch verschuldeten französisch-amerikanischen Medienkonzern Vivendi Universal über den Kauf dessen Musiksparte Universal Music Group verhandelt, wollte Anderson nicht kommentieren. Die "Los Angeles Times" hatte in der vergangenen Woche berichtet, der Verkauf des weltgrößten Musikunternehmens könne Vivendi bis zu sechs Mrd. Dollar einbringen. Apple-Chairman Steve Jobs hatte jedoch vorher erklärt, Apple habe kein Angebot zur Investition oder zur Akquisition eines großen Musikunternehmens gemacht, auch nicht im Fall von Universal Music Group.

Anderson machte auch keine Angaben zu einem Abonnement-Dienst für Online-Music, der bereits in der kommenden Woche beginnen könnte. "Ich mache keinen Kommentar zu zukünftigen Produkten", sagte Anderson.(APA/Reuters)

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    Apple-Chef Jobs bei der Vorstellung des Apple G4 Powerbook Notebook

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