Marin: Bei Beamten mehr Sparbedarf als im ASVG-Bereich

16. April 2003, 22:47
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Sozialexperte: Ansprüche aus der Vergangenheit zu hundert Prozent anzuerkennen

Wien - Mit der Pensionsreform vor allem aus Sicht der Beamten setzte sich der Sozialexperte Bernd Marin Mittwoch Abend in der "ZiB 2" auseinander: Fazit: die öffentlich Bediensteten hätten in den vergangenen Jahren einiges an "Sekaturen" hinnehmen müssen, wie Nulllohnrunde und Reallohnverlust. Und obwohl die Regelung für 2000 "ganz unzweideutig" ist, gingen den Beamten 30 Mill. Euro verloren. Auf der anderen Seite würde bei der nun von der Regierung geplanten Pensionsreform vor allem bei den ASVG-Pensionen gespart, obwohl der Handlungsbedarf im öffentlichen Sektor weitaus größer wäre.

Zur Angleichung der Pensionssysteme, die Marin befürwortet, sagte der Experte, es gebe hier offenbar rechtliche und politische Bedenken, eine Gleichstellung vorzunehmen. Gehe man von einem Lebenseinkommen aus, das die Pension miteinbeziehe, würden jedenfalls - auf Grund der steigenden Lebenserwartung - wieder die Beamten profitieren.

Er trete jedenfalls dafür ein, Ansprüche aus der Vergangenheit zu hundert Prozent anzuerkennen, das System dann aber jahrgangsweise umzustellen. Der springende Punkt sei, dass auf ein Kostenkonto umgestellt werden müsse, so der Experte. (APA)

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