Premiere: Österreich-Tochter erstmals mit "schwarzer Null"

16. April 2003, 21:38
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Premiere-Manager Mischek: "Gute Gespräche", ORF wie Premiere über eine gemeinsame Smartcard zugänglich zu machen

um ersten Mal weist der Österreich-Ableger des deutschen Abofernsehens Premiere ein positives operatives Ergebnis aus. Vor Zinsen und Abschreibungen schafft er im ersten Quartal 2003 275.000 Euro, nach Abschreibungen ergibt das laut Manager Thomas Mischek eine "solide schwarze Null".

Freilich ...

Im Gesamtjahr wird sich die freilich nicht ausgehen. 3,3 Millionen Euro Verlust sind da prognostiziert. Mischek hofft diese Summe noch "deutlich zu reduzieren".

Dem Lichtblick im ersten Quartal liegt eine Kostensenkung um 17,3 Prozent zugrunde. Zugleich stieg der Quartalsumsatz um 25,3 Prozent auf 13,4 Millionen Euro.

Dabei half der im Herbst 2002 gestartete Kanal Premiere Austria, wo neben Talk ("Schwelle am Puls") und Comedy ("Montagskipferl") Filme und nächtens mit "Vollerotik" umschriebene Pornovideos laufen. Ein Einstiegsangebot in Richtung weiterer Programmpakete.

Seit März nur mehr digital

Im März hat Premiere die analoge Ausstrahlung eingestellt und sendet nur noch digital. Die Zahl der Abonnenten sank damit von mehr als 150.000 auf "rund 145.000".

Sie bekommen im Herbst ein neues Verschlüsselungssystem für ihre d-Box. Der ORF entschied sich zunächst für ein anderes System, verhandelt aber wie berichtet mit Premiere für seine Digitalkunden. Mischek bestätigt "gute Gespräche", ORF wie Premiere für bestehende wie künftige Kunden über eine gemeinsame Smartcard zugänglich zu machen. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 17.4.2003)

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