Nachrichtenagenturen fordern mehr Sicherheit für Journalisten

16. April 2003, 18:21
posten

Argentinische Kamerafrau in Irak ums Leben gekommen - Insgesamt 14 Reporter im Golfkrieg getötet

Fast 60 Nachrichtenagenturen in aller Welt haben sich besorgt über den Tod von Journalisten im Irak geäußert und schärfere Maßnahmen zum Schutz von Kriegsreportern gefordert. Die Freiheit zur Sammlung und Verbreitung von Nachrichten müsse gewährleistet werden, hieß es in einer am Mittwoch von Vertretern von 58 Nachrichtenagenturen veröffentlichten Erklärung. Zuletzt war am Dienstag eine argentinische Kamerafrau nach einem Autounfall in Irak ihren Verletzungen erlegen.

Agenturjournalismus unverzichtbar

Vor allem in Zeiten gewaltsamer Konflikte sei der Agenturjournalismus unverzichtbar, hieß es in der nach einem zweitägigen Treffen in Istanbul veröffentlichen Erklärung. Es müsse alles für die Sicherheit der Journalisten getan werden, damit diese verlässlich berichten könnten. Die Agenturen äußerten sich betroffen über den Tod von insgesamt 14 Reportern im Golfkrieg. Gastgeber des Treffens war die halbamtliche türkische Nachrichtenagentur Anatolia.

Kontrolle über Auto verlorenbr>

Die 28-jährige Kamerafrau Veronica Cabrera war die erste Journalistin, die seit Kriegsbeginn am 20. März in Irak ums Leben kam. Sie war am Montag nach Angaben des argentinischen Außenministeriums mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem ihr Auto sich auf dem Weg von der jordanischen Grenze nach Bagdad mehrfach überschlagen hatte.

Der mit Cabrera reisende argentinische Journalist Mario Podesta war sofort tot. Der Korrespondent für die argentinische Zeitung "Clarin", Gustavo Sierra, erklärte, die beiden seien in einem Konvoi mit anderen Journalisten unterwegs gewesen, als Schüsse gefallen seien. Der Fahrer habe offenbar die Kontrolle über das Auto verloren, als er versucht habe, den Schüssen auszuweichen. (APA/AP)

Share if you care.