"Barrieren abschaffen"

16. April 2003, 15:43
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EU-Bericht weist Weg zu billigerem grenzüberschreitenden Wertpapierhandel

London/Brüssel - Der grenzüberschreitende Wertpapierhandel in der Europäischen Union (EU) könnte einem im Auftrag der EU-Kommission erstellten Bericht zufolge durch die Abschaffung von Barrieren deutlich verbilligt werden. In dem Bericht wird dabei der Weg aufgezeigt, wie 15 früher festgestellte Hindernisse abgeschafft werden können, um den grenzüberschreitenden Handel für Anleger billiger zu machen.

"Clearing und Settlement (Abwicklung) sind Kernelemente jedes Finanzsystems. Leistungsschwächen in diesem Verfahren haben ernste Konsequenzen", hieß es in dem Bericht. Die Abschaffung von Hindernissen in diesem Bereich solle deswegen Priorität haben. Bei Clearing handelt es sich um Auf- und Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten im grenzüberschreitenden bargeldlosen Zahlungsverkehr zwischen Kreditinstituten.

"Leistungsschwach und unattraktiv

Derzeit könne der EU-Finanzmarkt nicht als eine integrierte Einheit betrachtet werden, er sei die Zusammensetzung von nationalen Märkten, hieß es im Bericht weiter. Ein so fragmentierter Finanzmarkt sei nicht nur leistungsschwach, er sei auch für Investoren außerhalb der EU nicht attraktiv.

Nach Expertenschätzungen sind die Kosten des grenzüberschreitenden Aktienhandels in den EU wegen der Vielzahl von Clearing- und Settlementsystemen um sieben- bis zehnmal so hoch wie die des inländischen Handels. Die Europäische Union will bis zum 2005 einen einheitlichen Markt für Finanzdienstleistungen errichten. (APA/Reuters)

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