Antibiotikum Ketek zeigt Nebenwirkungen

16. April 2003, 15:00
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Paris - Durch das Antibiotikum Ketek können die Symptome einer seltenen Autoimmunkrankheit verschlechtert werden, warnte der Hersteller, der deutsch-französische Pharmakonzern Aventis, heute Mittwoch, in Paris. In Österreich besteht keine Gefahr, hieß es auf Anfrage vom Gesundheitsministerium. Das Präparat hat zwar eine internationale Zulassung, es ist aber noch nicht am Markt.

Zehn Fälle sind laut Aventis bekannt, bei denen nach Einnahme von Ketek die Symptome der Myasthenia gravis - einer Muskelschwäche - verstärkt wurden. Insgesamt wurde das Präparat 2,7 Millionen mal verschrieben. Nach Österreich sind laut Gesundheitsministerium nur einige Packungen an Ärzte gelangt. Diese Mediziner wurden bereits gewarnt.(APA/Reuters)

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