Sharon glaubt nicht an mögliche Demokratisierung des Irak

16. April 2003, 14:58
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"USA zahlen jetzt den Preis" für ihre bisherige Nahost-Politik

Jerusalem - Der israelische Regierungschef Ariel Sharon glaubt nicht, dass es den USA gelingen wird, den besetzten Irak nach der militärischen Niederwerfung des Regimes von Staatschef Saddam Hussein in eine Demokratie zu verwandeln. "Die USA zahlen jetzt den Preis dafür, dass sie sich jahrelang nicht bemüht haben, im Nahen Osten die Demokratie zu verbreiten", meinte der Premier in einem am Mittwoch von der israelischen Tageszeitung "Yediot Aharonot" veröffentlichten Interview.

Sharon wiederholte seine Forderung, die USA müssten heftigen Druck auf Syrien ausüben, damit das Land die palästinensischen Extremistengruppen ausweise, seine Verbindungen zur schiitischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon kappe und seine Zusammenarbeit mit dem Iran beende. "Syrien hat große Bestände an chemischen Waffen und auch Trägerraketen. Aber ich glaube nicht, dass wir einen syrischen Angriff befürchten müssen", sagte der israelische Regierungschef. Schließlich sei die syrische Armee in schlechtem Zustand und die Staatsführung in Damaskus wisse, dass sich Israel verteidigen könne. (APA/dpa)

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