Immer mehr Gesundheitsinformationen werden über das Internet abgefragt

16. April 2003, 15:51
posten

EU-Kommission will Wissensstand fördern

Immer mehr EU-Bürger suchen im Internet nach Gesundheitsinformationen. Insgesamt sind 41 Prozent der Europäer der Ansicht, das Internet sei eine gute Informationsquelle für Gesundheitsfragen, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Übersicht der EU-Kommission hervorgeht.

Jeder vierte Europäer

Allerdings holt sich nur jeder vierte Europäer seine Informationen aus dem Internet, wobei sich aber starke Schwankungen zwischen den EU-Ländern ergeben: Während rund 40 Prozent der Dänen und Niederländer zumindest einmal wöchentlich im Internet entsprechende Informationen abfragen, sind es in Griechenland, Spanien, Portugal und Frankreich nur 15 Prozent oder weniger. In Österreich machen immerhin mehr als 30 Prozent von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Ärzte und Apotheker

Dagegen bezeichneten 45 Prozent der Europäer Ärzte und Apotheker weiterhin als ihre Hauptinformationsquelle. Jeder Fünfte bezieht seine Gesundheitsinformationen aus dem Fernsehen, acht Prozent aus Büchern und sieben Prozent aus Zeitungen. Am meisten Vertrauen bringen die Europäer Gesundheitsorganisationen wie dem Roten Kreuz oder "Ärzte ohne Grenzen" entgegen (84 Prozent), gefolgt von Verbraucherverbänden, Schulen und Universitäten sowie Umweltorganisationen. Wirtschaft und politischen Parteien wird bei der Weitergabe von Gesundheitsinformationen am wenigsten getraut (16 Prozent, bzw. 11 Prozent).

Die EU-Kommission will den Kenntnisstand über Gesundheitsfragen mit einem Programm in Höhe von 312 Mio. Euro (2003-2008) EU-weit verbessern. Das Programm schreibt bestimmte Anforderungen für Gesundheits-Websites vor.(APA)

Share if you care.