Kein Verständnis für Alkoholsünder auf der Straße

16. April 2003, 14:27
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Fast 90 Prozent der Österreicher für schärfere Alko- und Drogenüberwachung - Eignungstest für Bus-Fahrer im Gespräch

Wien - Für Alko-Lenker und Raser haben Herr und Frau Österreicher wenig Verständnis.

Fast zwei Drittel (65 Prozent), dass die Regierung mehr für die Sicherheit auf Österreichs Straßen tut. Dies geht aus einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hervor.

Maßnahmen

Laut KfV-Direktor Othmar Thann haben die bisherigen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Nun müssten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um vor allem notorische Verkehrssünder zu erwischen. Dazu zähle etwa die Einführung des Stufenführerscheines, um "das eine Prozent der notorischen und unbelehrbaren Hochrisikolenker und Mehrfachverursacher von Unfällen aus dem Verkehr zu ziehen". 66 Prozent der Bevölkerung befürworten dieses Modell.

Alkohol- und Drogenüberwachung

89 Prozent der Befragten halten Alkohol- und Drogenüberwachung für eine wichtige Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit hieß es. Auch härtere Strafen werden von vier Fünfteln als sinnvoll erachtet. Thann regte die Anschaffung von Alko-Vortest-Geräten an.

Eignungstest für Fahrer

Für 87 Prozent der Österreicher ist ein Eignungstest für Berufsfahrer ähnlich dem "Screening-Verfahren" für Buslenker wichtig. Das KfV verlangte auch die Einbeziehung der leichten Lkw von 3,5 bis 7,5 Tonnen in bestehende Regelungen für Lkw-Fahrverbote. Zwei Drittel wollen auch schärfere Kontrollen der "Brummi-Lenker". Neben der Einführung des digitalen Tachografen, sei die Umsetzung einheitlicher europäischer Richtlinien zur Überprüfung der Lenk- und Ruhezeiten sowie die Entwicklung von Ermüdungsmessgeräten unerlässlich, so das KfV.

Regelung für Mindestabstand zum Vordermann

Den Mindestabstand zum Vordermann wollen 72 Prozent mit einer Sekunde gesetzlich geregelt wissen. So ließe sich leicht die richtige Distanz leichter abschätzen. Die regelmäßige Überprüfung und Verbesserung von Schutzwegen wollen 79 Prozent der Befragten. 76 Prozent verlangen zudem eine auffälligere Kennzeichnung. (APA)

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    Grafikzur Erhöhung der Verkehrsicherheit (zur Vergrößerung bitte anklicken)

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