Teuerungsrate in der Eurozone bei 2,4 Prozent

16. April 2003, 16:33
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Zum achten Mal in Folge über EZB-Warnschwelle von zwei Prozent

Brüssel - Die Inflationsrate in der Eurozone ist im März im Jahresabstand ebenso wie im Februar unverändert hoch bei 2,4 Prozent geblieben. Nach Angaben des Statistischen Amtes der EU, Eurostat, vom Mittwoch lag die Geldentwertung in den zwölf Euro-Ländern ein Jahr zuvor bei 2,5 Prozent. Im Monatsabstand stiegen die Preise in Eurozone um 0,6 Prozent. In der EU-15 verharrte die jährliche Inflationsrate unverändert bei 2,3 Prozent, ebenso wie im EWR, dem neben den Fünfzehn auch Norwegen, Island und Liechtenstein angehören.

Die Teuerungsrate blieb im März zum achten Mal in Folge über der von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgesetzten Warnschwelle von 2,0 Prozent. Preisstabilität herrscht laut EZB-Regeln nur unterhalb dieser Schwelle. Grund für den deutlichen Anstieg um 0,6 Prozent binnen Monatsfrist waren starke Preisanstiege für Bekleidung nach Ende des Winterschlussverkaufs wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr.

Irland mit höchster Teuerungsrate

Die höchsten jährlichen Teuerungsraten registrierten im März Irland (4,9 Prozent), Griechenland (3,9 Prozent) und Portugal (3,8 Prozent), während Deutschland mit einer Zunahme von nur 1,2 Prozent, gefolgt von Großbritannien und Belgien, am besten abschnitt. Österreich konnte sich mit 1,8 Prozent unter den vier Ländern mit der geringsten Inflationsrate behaupten.

Die stärksten Anstiege gegenüber dem Vormonat Februar verzeichneten Luxemburg (von 1,7 auf 3,7 Prozent), Frankreich (von 2,2 auf 2,6 Prozent) und Spanien ( von 3,2 auf 3,7 Prozent). Im Abstand von drei Jahren verzeichneten Irland mit 4,7 Prozent und Spanien mit 3,7 Prozent im März den höchsten Anstieg der Kaufkraftentwertung, während Österreich mit 1,7 Prozent nach vorläufigen Schätzungen unter den "Klassenbesten" blieb.

Zwischen März 2001 und März 2003, also binnen zwei Jahren, verteuerten sich nach vorläufigen Schätzungen von Eurostat in der Eurozone vor allem die Ausgaben für Hotels und Restaurants (4,4 Prozent), sowie für das Bildungswesen (3,8 Prozent), während sich die Energiekosten mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent in Grenzen hielten. (APA)

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