Zusammenstöße zwischen Polizei und Kriegsgegnern in Athen

16. April 2003, 16:33
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Proteste gegen Blair, Aznar und Berlusconi am Rande des EU-Gipfels

Athen - Am Rande des EU-Erweiterungsgipfels in Athen haben am Mittwoch mehrere tausend Kriegsgegner demonstriert. Die Demonstranten, zumeist Globalisierungskritiker und junge Kommunisten, protestierten in der griechischen Hauptstadt gegen die "Besetzung" des Irak durch die US-geführten Streitkräfte sowie gegen die Anwesenheit derjenigen EU-Regierungschefs, die den Feldzug gegen den Irak unterstützten.

Athen fast vollständig abgeriegelt

Nach Angaben der Polizei beteiligten sich zunächst etwa 3000 Demonstranten an den Protesten; die Organisatoren hatten nach den großen Anti-Kriegskundgebungen der vergangenen Wochen in Athen mit deutlich mehr Teilnehmern gerechnet. Das Zentrum von Athen war fast vollständig von Sicherheitskräften abgeriegelt. Die griechischen Behörden boten mehr als zehntausend Polizisten zur Sicherung des EU-Gipfels auf.

Auschreitungen im Zentrum von Athen

Während der Anti-Kriegsproteste kam es dann im Zentrum der griechischen Hauptstadt zu Ausschreitungen. Rund 100 Randalierer warfen Molotow-Cocktails, Steine und andere Gegenstände auf Polizeibeamte und schlugen Schaufenster ein.

Wie das Fernsehen zeigte, setzte die Polizei Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Randalierer auseinender zu treiben. Zu der Demonstration hatten Gewerkschaften und Friedensorganisationen aufgerufen.(APA/AFP)

  • Nach dem vorerst friedlich verlaufenen Protestmarsch setzten sich mehrere hundert Demonstranten ab und griffen Polizisten vor der US-Botschaft an
    foto: epa/simela pantzartzi

    Nach dem vorerst friedlich verlaufenen Protestmarsch setzten sich mehrere hundert Demonstranten ab und griffen Polizisten vor der US-Botschaft an

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