Springer Verlag rechnet mit Gewinn

16. April 2003, 19:26
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Für das Jahr 2003 - Voraussetzung: "Keine gravierenden Verschlimmerungen" der Wirtschaftslage

Der Axel Springer Verlag rechnet trotz Medienkrise auch in diesem Jahr wieder mit Gewinn. "Wenn keine gravierenden Verschlimmerungen der wirtschaftlichen Lage eintreten, werden wir auch im laufenden Jahr ein positives Ergebnis erwirtschaften", sagte Vorstandschef Mathias Döpfner auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Berlin. Nach einem Rekordverlust 2001 hatte Springer im vergangenen Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Deshalb wird auch wieder eine Dividende von 0,65 Euro gezahlt.

"Früh rein, früh raus aus der Krise"

Das größte europäische Zeitungshaus ("Bild", "Welt") war als einer der ersten Medienkonzerne in die Verlustzone geraten. Springer sei nun aber auch "als erstes Medienunternehmen wieder mit positiven Zahlen aus der Situation hervorgegangen", sagte Döpfner. "Früh rein, früh raus aus der Krise", betonte der Vorstandschef vor den etwa 250 Aktionären. Als Gewinn wurden im vergangenen Jahr 63 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Minus von 198 Mio. Euro im Vorjahr.

"Dramatischer" Rückgang der Anzeigenerlöse

Auf eine konkrete Prognose für 2003 legte sich Döpfner nicht fest. "Ergebnissprünge" seien aber nicht zu erwarten. Der Springer-Chef verwies darauf, dass die Anzeigenerlöse im ersten Quartal "dramatisch" zurückgegangen seien. Im Gegensatz zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 habe der Irak-Krieg auch keine steigenden Auflagen gebracht. (APA/dpa)

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