Neuerdings liquider Fußi will "umrühren"

16. April 2003, 16:56
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Ex-"Die Demokraten"-Chef: 100.000 Euro Kopfgeld für Korruptions- Beweise gegen Politiker - Neues Volksbegehren angekündigt

Wien - Eigentlich hat er sich ja aus der Politik zurück gezogen, jetzt ist er aber mit mehr Engagement denn je wieder da - Rudolf Fußi will in der Politik wieder umrühren. Der Initiator des Abfangjäger-Volksbegehrens, der Anfang März den Vorsitz der "Demokraten" zurückgelegt hat, kündigt ein neues Volksbegehren an. Das Thema ist noch nicht ganz fixiert. Es werde entweder wieder um die Abfangjäger gehen oder um die Pensionen, wobei er eine Gleichstellung aller Systeme mit einem Eingriff in die Politikerpensionen fordere, sagte Fußi am Mittwoch. Sein erstes Anti-Abfangjäger-Volksbegehren hatten im vergangenen Sommer mehr als zehn Prozent der Stimmberechtigten unterzeichnet.

Bereits am Donnerstag startet Fußi eine Inseratenkampagne in mehreren großen Tageszeitungen. Bis Ende April sollen an insgesamt fünf Tagen Inserate geschaltet werden, in denen kritisiert wird, dass einerseits Abfangjäger angeschafft werden sollen und andererseits ein "Pensionsraub" stattfinde. Die Kosten dieser Kampagne beziffert Fußi mit 15.000 Euro.

Geld von einer Zeitung

Weiters setzt Fußi ein Kopfgeld von 100.000 Euro aus. Das Geld soll jene Person bekommen, die Beweise liefert, die zu einer rechtskräftigen Verurteilung eines Politikers wegen Korruption im Zusammenhang mit der Abfangjäger-Beschaffung führen. Das Geld dafür würde von einer Zeitung kommen, der er die Exklusivrechte für die Geschichte darüber versprochen hat.

Für die Kommunikation seiner Aktivitäten richtet Fußi auch eine eigene Homepage im Internet ein. http://www.rudolffussi.at soll am Wochenende online gehen. Das Geld für seine Aktivitäten hat Fußi nach eigenen Angaben von "Mäzenen", die ihn unterstützen. (APA)

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    Rudolf Fußi ist scheinbar wieder zu Barem gekommen, verspricht Kopfgeld und kündigt ein neues Volksbegehren an.

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