UBM verdoppelte 2002 EGT-Gewinn

16. April 2003, 09:41
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Immobilienentwickler verzeichnet 120 Millionen Euro Umsatz

Wien - Der börsenotierte Immobilienentwickler UBM hat im vergangenen Jahr den Anschluss an das Rekordergebnis 2000 gefunden und hat nach vorläufigen Zahlen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) auf rund 6 (3,1) Mio. Euro verdoppelt. Der Umsatz stieg um etwa 36 Prozent auf 120,7 (88,5) Mio. Euro, gaben die Vorstände des Unternehmens, Karl Bier und Heribert Smole am Dienstagabend bekannt. Die endgültigen Zahlen der UBM Realitätenentwicklung AG liegen erst im Juni vor.

Die UBM Realitätenentwicklung AG, deren Stammaktien sich zu 75 Prozent im Besitz des Baukonzerns Porr befinden, geht von einer Dividende 2002 auf Vorjahreshöhe (3,2 Euro pro Aktie) aus. Wegen zweier Immobilienverkäufe im Herbst 2002, die erst heuer aufscheinen, "gehen wir davon aus, dass das Ergebnis 2003 ähnlich, wenn nicht besser" wird, sagte Finanzvorstand Smole.

Nach wie vor belastend wirkt sich die nur geringe Vermietung des Florido-Towers in Wien-Floridsdorf aus: der im Herbst 2001 fertig gestellte Turm ist noch immer nur zu etwa 40 Prozent vermietet. "Wir rechnen damit, dass wir noch zwölf bis 18 Monate brauchen werden, um den Vermietungsgrad zu erreichen, den wir anstreben", sagte Bier. Hauptgrund für die zähe Vermietung sei die nach wie vor bestehende Investitionszurückhaltung bei potenziellen Mietern. Die UBM will den Florido-Tower erst dann an seinen Partner, einen bayerischen Fonds verkaufen, wenn der Vermietungsgrad 90 Prozent deutlich überschritten hat.

Anders als reine Bauträger ist die UBM auch auf eigene Rechnung tätig und baut ihre Mietflächen laufend aus. Per Jahresende betrug die bewirtschaftete Fläche rund 149.000 Quadratmeter. Wegen dreier neu auf den Markt gekommener Objekte stiegen die Mieteinnahmen im vergangenen Jahr um mehr als 41 Prozent auf 19,2 Mio. Euro. Mehr als 80 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen aber mit der Entwicklung und dem Verkauf von Immobilienprojekten.

Neue Projekte bzw. Erweiterungen würden derzeit in Deutschland (München, Frankfurt, Düsseldorf), Frankreich und Kroatien geprüft, sagte Bier. Bei der Finanzierung werde man sich auf unterschiedlichste Modelle stützen - etwa auf Anleihen, Joint Ventures oder Partnerschaften mit ausländischen geschlossenen Immobilienfonds. (APA)

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