Intel mit sinkendem Quartalsgewinn

16. April 2003, 15:27
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Im Rahmen der Prognosen - Prozessorengeschäft besser als erwartet

Die Intel Corporation hat im ersten Quartal dieses Jahres angesichts der schwierigen Lage im Mobilfunksektor einen stagnierenden Umsatz und einen etwas niedrigeren Gewinn verbucht. Trotzdem hat der weltgrößte Chiphersteller die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Wall Street übertroffen. Die Aktien des Unternehmens stiegen nachbörslich kräftig um 77 Cent auf 17,90 Dollar.

Teuere Flash- Speicherchips

Intel ist der dominierende Anbieter von Chips für Personal Computer. Hauptkonkurrent ist die viel kleinere Advanced Micro Devices. Beide Unternehmen konkurrieren auch bei Speicherchips für Handys und andere Elektronikprodukte. Intel hatte sich nach Ansicht von Branchenkennern mit einer massiven Preiserhöhung bei Flash- Speicherchips verkalkuliert und litt deshalb unter einer schwachen Nachfrage in diesem Bereich.

Intel setzte in der Berichtszeit 6,75 Mrd. Dollar (6,26 Mrd. Euro) um, gegenüber 6,78 Mrd. Dollar im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der Quartalsgewinn fiel um zwei Prozent auf 915 Mio. Dollar, wie die Gesellschaft nach Börsenschluss mitteilte.

Solide finanzielle Leistung

Konzernchef Craig R. Barrett sprach von einer soliden finanziellen Leistung. Das computerbezogene Geschäft sei besser als erwartet gelaufen. Dagegen blieb das Geschäft mit den so genannten Flash- Speicherchips nach seinen Angaben hinter den Erwartungen zurück.

Der Quartalsumsatz fiel in Nord- und Südamerika auf 1,92 (2,21) Mrd. Dollar. Intel legte in Europa auf 1,64 (1,57) Mrd. Dollar zu.

Zweite Quartal

Intel erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz von 6,4 bis 7 Mrd. Dollar und Bruttomargen von 50 Prozent gegenüber 52 Prozent in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Die Bruttomarge für 2003 dürfte bei 51 Prozent liegen. Die Analysten sind von der Margenentwicklung beeindruckt.

4 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung

Der Chip-Branchenführer will im laufenden Jahr 4 Mrd. Dollar für Forschung und Entwicklung und 3,5 bis 3,9 Mrd. Dollar für Investitionen aufwenden.

Marktanteil von mehr als 85 Prozent

Intel ist sehr stark von der Entwicklung des globalen PC-Marktes abhängig, da die Gesellschaft mit ihren PC-Chips einen Marktanteil von mehr als 85 Prozent hat. Barrett will deshalb das Geschäft mit Chips für Server und Handys sowie andere Produkte ausbauen.

Der weltweite Chipabsatz war im Jahr 2001 um ein Drittel geschrumpft und stieg dann im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent auf 140,7 Mrd. Dollar, wie die US-Wirtschaftsagentur "Bloomberg" berichtete.(apa)

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