Warnung: Bei Autodieben funkt es

16. April 2003, 11:47
1 Posting

Versicherungsmakler warnen vor Autoeinbrüchen per Laptop

Wien - Versicherungsmakler warnen vor "Autoeinbrüchen per Laptop". Dabei geht es nicht um eine Variante des simplen Fenstereinschlagens sondern um eine Hightechmethode, bei der das Funksignal von Schlüsselfernbedienungen "gestohlen" wird.

"Das Signal, das der Sender im Schlüssel zum Empfänger in der Türverriegelung schickt, wird per Antenne aufgefangen und im Laptop gespeichert", erklärt Franz Wagner, Fachgruppenvorsteher der Versicherungsmakler in Niederösterreich. Anschließend, wenn der Autobesitzer außer Sichtweite sei, würden per Mausklick mit dem gespeicherten Signal die Türen wieder entriegelt, das Auto ausgeräumt. "Versicherungen zahlen in diesen Fällen nicht", so Wagner. "Denn, wie der Name schon sagt, muss bei einem Einbruch etwas kaputtgehen oder zumindest beschädigt werden."

Entwarnung

Laut Stefan Kerbel, Cheftechniker des ÖAMTC, ist die Laptop-Methode aber schon wieder Schnee von gestern. Als die ersten "Schlüsselfieper" auf den Markt gekommen seien, sei es tatsächlich möglich gewesen, mit einer Universalfernbedienung für TV und Stereoanlage auch Autos zu öffnen. "Das war aber die Infrarotgeneration", so Kerbel zum STANDARD. Heutige Schlüssel seien mit Funksendern ausgestattet, die mit ständig wechselnden Signalen im Hochfrequenzbereich funktionierten. Der Zugangscode verändert sich also bei jeder Anwendung. (simo/DER STANDARD, Printausgbe, 16.4.2003)

  • Artikelbild
    epa/al-jazeera
Share if you care.