Aznar will keinen "Druck" auf Damaskus ausüben

15. April 2003, 16:58
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Spanischer Ministerpräsident: Syrien ist ein Freund Spaniens

Warschau - Der spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar hat während eines Arbeitsbesuches in Polen am Dienstag Spekulationen über einen militärischen Konflikt mit Syrien eine Absage erteilt. "Syrien ist ein Freund Spaniens", sagte er nach einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Leszek Miller in Warschau. Aznar zeigte sich überzeugt, dass der Konflikt im Irak nicht auf andere Staaten der Region übergreifen werde. Es gehe nicht darum, Druck auszuüben, sondern um Gespräche über die Stabilisierung der Region, sagte der spanische Regierungschef.

US-Präsident George W. Bush hatte Aznar gebeten, sich dafür einzusetzen, dass Syrien nicht zur Zufluchtsstätte für "unerwünschte Elemente" aus dem Irak werde. Unter den Verbündeten Washingtons im Irak-Konflikt gilt Spanien als eines der Länder mit den besten Kontakten zur Regierung in Damaskus. Der syrische Botschafter in Madrid, Mushen Bilal, bat Aznar seinerseits, sich dafür einzusetzen, dass Syrien nicht weiter von den USA "provoziert" werde. (APA/dpa/AFP)

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