Ein Stück Vergangenheit aus dem Blickwinkel der Exekutive

15. April 2003, 16:34
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Ungarisch-burgenländische Schau bietet Einblicke in die Geschichte des Grenzraumes in Szombathely

Eisenstadt/Sopron - Einblicke in die bewegte Geschichte des burgenländisch-ungarischen Grenzraumes in der jüngeren Vergangenheit bietet eine gemeinsame Ausstellung des Polizeipräsidiums des Komitats Vas und des Landesgendarmeriekommandos Burgenland in Szombathely.

Im Rahmen der am Dienstagnachmittag in Anwesenheit des Polizeipräsidenten von Vas, Brigadegeneral Peter Orban, sowie des strategischen Leiters des Landesgendarmeriekommandos, Major Konrad Kogler, eröffneten Schau zum Thema "Öffentliche Sicherheit" sind bis 25. April zahlreiche Exponate zu sehen, die den einstigen Alltag der Exekutive mitbestimmten.

Bis zum Fall der DDR

Der Bogen der Ausstellung, die in einem ehemaligen Hotel für Polizei- und Armeegehörige gezeigt wird, spannt sich vom Jahr 1921, als das Burgenland zu Österreich kam, über die Zeit des Eisernen Vorhanges und den Ungarnaufstand 1956 bis hin zur Flüchtlingswelle beim Zerfall der DDR im Jahr 1989. Den Ausgangspunkt für das Projekt bildet die rund 400 Kilometer lange gemeinsame Grenze, die im Lauf der Geschichte auch so manches dunkle Kapitel erlebte.

Für die Ausstellung wurde ein Teil des Eisernen Vorhangs mit zwei Wachtürmen, einem Stacheldrahtverhau und dem Minengürtel nachgebildet. Als burgenländischer Beitrag zu sehen sind unter anderem zahlreiche historische Bilder sowie verschiedene Uniform- und Ausrüstungsstücke, darunter ein Dienstfahrrad aus der Zeit der Landnahme 1921, als Gendarmen in das Burgenland einrückten.

Mobile Beratungsstelle

Den burgenländischen Teil der Schau haben Kontrollinspektor Wolfgang Bachkönig von der Stabsabteilung und Chefinspektor Johann Gartner von der Kriminalabteilung (KA) des Landesgendarmeriekommandos gestaltet. Praktische Tipps zur Verbrechensvorbeugung gibt der Kriminalpolizeiliche Beratungsdienst der KA des Landesgendarmeriekommandos.

Auf dem Hauptplatz in Szombathely wurde dazu eine mobile Beratungsstelle aufgebaut, bei der österreichische Beamte gemeinsam mit ungarischen Kollegen informieren. Gezeigt wird auch ein Video über Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten der österreichischen Gendarmerie. (APA)

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    Der ehemalige Nationalratsabgeordnete der ÖVP Alois Mock (l.) beim Durchtrennen des Eisernen Vorhanges mit dem früheren ungarischen Außenminister Gyula Horn.

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