Europäische Airlines fordern Hilfe aus Brüssel

16. April 2003, 18:01
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"Stärker von Irak-Krieg betroffen als US-Airlines"

Brüssel - Die europäischen Fluggesellschaften haben an die EU-Kommission appelliert, so rasch wie möglich Maßnahmen zur Abfederung der Verluste durch den Irak-Krieg zuzugestehen. Der Dachverband der 30 in der AEA (Association of European Airlines) zusammengeschlossenen Carriers, darunter die AUA, forderte am Donnerstag als "einen ersten Mindestschritt" einen formellen Vorschlag der EU-Behörde zur Änderung der gegenwärtigen Start- und Landrechte (Slots), um auf die verminderte Zahl der Flüge reagieren zu können. Nicht genutzte Slots dürften den Airlines nicht verloren gehen.

Leerflüge

Die EU-Kommission hat bereits "Flexibilität" bei der Vergabe der Slots angekündigt, bisher aber noch keinen entsprechenden Vorschlag vorgelegt. Die EU-Verkehrsminister unterstützten eine Änderung der Slots-Regelung Anfang des Monats. Der Generalsekretär der AEA, Ulrich Schulte-Strathaus monierte, ohne eine Anpassung seien die Carriers gezwungen, auch Leerflüge durchzuführen, nur um ihre Start- und Landerechte nicht zu verlieren.

US-Regierung zahlt

Die AEA begründet ihren Vorstoß vor allem mit dem Beschluss der US-Regierung, die amerikanischen Fluggesellschaften für ihre Umsatzeinbußen durch den Irak-Krieg zu kompensieren. Sie befürchtet, dass die europäischen Airlines damit noch mehr ins Hintertreffen geraten, obwohl sie durch den Krieg und die gespannte Lage in Nahost wirtschaftlich weit stärker betroffen seien als die US-Gesellschaften. (APA)

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