Neue Subventionspolitik für Klagenfurt

15. April 2003, 13:25
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Kulturreferent fordert stärkere Verbindung von Kultur und Wirtschaft

Velden - Der designierte neue Kulturreferent Klagenfurts, der freiheitliche Wirtschaftsreferent Vzbgm. Mario Canori, kündigte am Dienstag eine neue Subventionspolitik der Kärntner Landeshauptstadt an. Zudem forderte er eine stärkere Verbindung von Kultur und Wirtschaft.

Marketingkonzept

Er werde Kulturförderungen künftig nur noch dann bewilligen und auszahlen, wenn "dahinter ein klares Marketingkonzept steckt", sagte Canori vor Journalisten in Velden anlässlich der Präsentation des Musikfestivals "Wörther See Classics". Außerdem müssten die Kulturschaffenden auch private Sponsoren vorweisen können. Es sei in Zeiten von Sparbudgets nicht mehr möglich, dass allein die öffentliche Hand für die Aufrechterhaltung des Kulturbetriebs sorge. Canori: "In schwierigen Zeiten sollte daher auch die Verbindung von Kultur und Wirtschaft verstärkt werden." Seine Bestellung zum Kulturreferenten sei auch als klares Signal in diese Richtung zu bewerten, so der Politiker, dessen Angelobung als Kulturstadtrat für Dienstagnachmittag angesetzt war.

Die Tatsache, dass die "Wörther See Classics" heuer in einer Messehalle veranstaltet werden, liege daran, dass Klagenfurt 15 Jahre lang kein Veranstaltungszentrum zu Stande gebracht habe, so Canori, der auch Planungsreferent der Stadt ist. Er plädierte neuerlich dafür, dieses Veranstaltungszentrum am Stadtrand, "in Seenähe" zu errichten: "Ich bitte alle Verantwortlichen, ihre Köpfe zu öffnen." Das von ÖVP und SPÖ beschlossene Zentrum in der Innenstadt werde nämlich nie realisiert werden.

Einarbeiten

Canori erbat sich zugleich eine "Schonfrist" für sein neues Aufgabengebiet: "Ich habe zwar bisher immer auf die berühmten 100 Tage verzichtet, im Kulturbereich muss ich jedoch darum bitten." Er werde etwa einen Monat brauchen, bis er sich ausreichend eingearbeitet habe, kündigte der künftige Kulturreferent an.

(APA)

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