UNO-Hilfsorganisationen kehren in den Irak zurück

15. April 2003, 12:51
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Erste Einschätzungsmission und Wassertransporte

Genf - Knapp vier Wochen nach ihrem von UNO-Generalsekretär Kofi Annan angeordneten Rückzug aus dem Irak kehren internationale Vertreter der Vereinten Nationen wieder zurück. Das teilten am Dienstag mehrere Hilfsorganisationen in Genf mit. Das UN-Büro für humanitäre Hilfe (OCHA) berichtete, auf Zypern stehe ein etwa 30-köpfiges internationales UN-Team bereit, das die humanitäre Lage im Irak einschätzen und dann entsprechende Maßnahmen vorschlagen werde. Weitere 700 internationale Mitarbeiter warteten außerhalb des Landes auf ihre Einsätze, im Irak selbst hielten sich rund 3.400 einheimische UN-Mitarbeiter bereit.

Einschätzungsmission

Die Aufgabe der so genannten Einschätzungsmission ist eine Bewertung der Lage im Bezug auf die Lebensmittelversorgung, den Instandsetzungsbedarf für Strom, Wasser und das Gesundheitswesen sowie die Minenräumung. Auch die Situation der Vertriebenen oder Ausgebombten soll ermittelt werden. Ocha schätzt, dass etwa 266.000 Menschen allein im Norden des Irak aus ihrer Heimat geflohen sind oder vertrieben wurden. 89 Prozent von ihnen lebten bei Verwandten.

Am Dienstag wurde ein erster Hilfstransport des UN-Kinderhilfswerks UNICEF im Südirak erwartet. Zwölf Tankwagen mit 120.000 Liter Wasser seien aus dem Iran unterwegs, teilte ein UNICEF- Sprecher mit. Es ist für Krankenhäuser und Gesundheitszentren vorgesehen. Eine Sprecherin des Welternährungsprogramms (WFP) sagte, dass sich die Lage langsam zu normalisieren beginne. Nun werde versucht, das Verteilungssystem für Nahrungsmittel wieder aufzubauen. (APA/dpa)

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