Krankenkassen: SPÖ sieht "Bedrohung der Sozialpartnerschaft"

15. April 2003, 13:04
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Gesundheitssprecher Lackner attackiert Wirtschaftskammer wegen Plänen zur paritätischen Vergabe von Posten in den Sozialversicherungsträgern

Wien - Als "gefährliche Bedrohung der Sozialpartnerschaft" bezeichnete SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner die Pläne der Wirtschaftskammer, künftig die Sitze in den Sozialversicherungsträgern paritätisch zu vergeben. Die SPÖ werde es nicht zulassen, dass die Arbeitnehmer, die sowohl als Kunden als auch als Zahlende den Löwenanteil ausmachten, aus machtpolitischen Überlegungen geschwächt werden, erklärte er in einer Aussendung.

Er verstehe unter einer "fairen Partnerschaft" etwas anderes als Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, meinte Lackner - nämlich einen Interessenausgleich für alle Seiten: "Es kann daher nicht angehen, dass die Arbeitnehmerseite geschwächt werden soll, nur damit die Regierung ihre unsozialen Gesetze - etwa die Einführung allgemeiner Selbstbehalte - möglichst einfach und schnell beschließen kann".(APA)

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