Neue Sprachregelung in Südtirol

15. April 2003, 12:04
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Italienisch bereits ab der ersten Grundschulklasse - SP-Südtirolsprecher begrüßt neue Sprachregelung - Unionsabgeordnete sieht Autonomiebruch

Wien/Bozen - SPÖ-Südtirolsprecher, Abg. Erwin Niederwieser hat am Dienstag die Entscheidung der Südtiroler Volkspartei (SVP) begrüßt, ab der ersten Grundschulklasse "Spielerisch Italienisch" zu unterrichten. Es sei ein "pädagogisch sinnvoller Weg", Kinder zweisprachig zu erziehen und erleichtere überdies für den späteren Lebensweg die Jobaussichten.

Er, Niederwieser, sehe die Gefahr einer "Italienisierung" der Südtiroler Kinder nicht, sondern plädiere im Gegenteil dafür, überall dort, wo es möglich ist, auf spielerische Art schon den Volksschülern mehrere Sprachen näher zu bringen. Es sei besonders erfreulich, dass die SVP in einer autonomen Entscheidung zu diesem Entschluss gekommen ist.

Heftige Kritik kam weiter von der Union. LAbg. Eva Klotz warf der Sammelpartei die "bewusste Verletzung" der Autonomiebestimmungen vor. Diese sähen den Beginn des Italienischunterrichtes in der 2. oder 3. Volksschulklasse vor und nicht früher.(APA)

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