Philips schreibt wieder rote Zahlen

15. April 2003, 10:22
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Umstrukturierung der Chipsparte belastet Bilanz

Der niederländische Elektronikkonzern Philips ist im ersten Quartal 2003 wieder in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust betrug 69 Millionen Euro, nachdem im ersten Quartal des Vorjahres noch ein Gewinn von neun Mio. Euro verbucht wurde. Trotzdem lag der Verlust unter den Analystenerwartungen, die mit Schlimmerem gerechnet hatten. Der Quartalsumsatz brach um 14 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro ein, teilte der Konzern heute, Dienstag, mit. Der Rückgang fiel damit weit höher aus als Experten erwartet hatten. Philips nannte als Grund für die schwachen Verkäufe das zurückhaltende Konsumklima und den schwachen Dollar-Wechselkurs.

Erfolgreiche Umstrukturierungen

Der Verlust wurde vor allem mit Umstrukturierungen in der schwer difizitären Chip-Sparte begründet. Die im März dieses Jahres angekündigte Schließung von zwei Werken in den USA habe die Quartalsbilanz mit 52 Mio. Euro belastet. Trotzdem hielt Philips an seiner Prognose fest, dass die Chipsparte bis Jahresende wieder schwarze Zahlen schreiben soll. Nach einem Rekordverlust im vergangenen Jahr wurden rund 1.600 Arbeitsplätze gestrichen. Die dadurch eingesparten Kosten von 250 Mio. Euro sollen der Halbleitersparte die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichen.

Philips Semiconductors ist hinter Infineon und der französischen STMicro der drittgrößte Chipproduzent Europas und beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter. Für das zweite Quartal erwartet der Konzern in der Halbleitersparte einen Rückgang der Erlöse um sieben bis zehn Prozent. In der Consumer-Elektroniksparte werde Philips 2003 weitere Restrukturierungskosten in der Höhe von 68 Mio. Euro verbuchen. Im ersten Quartal hatten diese neun Mio. Euro betragen.(pte)

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