"Neue Zürcher" im Minus

14. April 2003, 22:29
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Qualitätsblatt meldet 33,4 Millionen Euro Verlust

Die Werbekrise hat die Neue Zürcher Zeitung, kurz NZZ, erfasst: Noch 2001 in der Gewinnzone, schrieb der Konzern des renommierten Schweizer Qualitätsblatts im Jahr 2002 einen Verlust von satten 50 Millionen Franken, umgerechnet 33,4 Millionen Euro.

Als Hauptgrund des schlechten Ergebnisses nennt die "NZZ" selbst einen massiven Einbruch des Anzeigenverkaufs. Zugleich führt sie die ungünstige Entwicklung der Finanzmärkte ins Treffen. Und nicht zuletzt die Kosten ihrer neu gegründeten "NZZ am Sonntag".

Die nur in der Schweiz vertriebene siebente Ausgabe der "NZZ" startete im März 2002. Sie bescherte nicht nur zusätzliche redaktionelle Kosten: Ein Jahr lang ging die - für "NZZ"-Verhältnisse - optisch aufwändig gestaltete Sonntagszeitung kostenlos an 100.000 Haushalte.

Dennoch habe die Sonntags-"NZZ" das Gesamtergebnis mit 16 Millionen Franken erheblich weniger stark belastet als ursprünglich geplant, ließ der Schweizer Konzern verlauten.

Negativen Cashflow meldet die NZZ-Gruppe für ihr Flaggschiff "Neue Zürcher Zeitung" mit minus 6,1 Millionen Schweizer Franken und die Berner Bund-Gruppe mit minus 6,7 Millionen Franken.

Der Betriebsverlust des Zürcher Konzerns betrug 30 Millionen Franken, das Finanzergebnis minus 20 Millionen Franken. Der Umsatz der Gruppe ging 2002 um 6,2 Prozent auf 481,5 Millionen Franken zurück. (red/DER STANDARD, Printausgabe vom 15.4.2003)

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