EU-Außenminister verurteilen Menschenrechts- verletzungen in Kuba

15. April 2003, 12:07
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Mit Verschlechterung der Beziehungen gedroht

Luxemburg - Drei Tage nach der Hinrichtung von drei Geiselnehmern haben die EU-Außenminister Kuba mit einer Verschlechterung der Beziehungen gedroht. Die EU verurteile vor allem die Hinrichtungen sowie die gegen Dissidenten gerichtete "Verhaftungswelle", "die ungerechten Prozesse" und die "exzessiven und willkürlichen Urteile", hieß es in einer am Montag in Luxemburg verabschiedeten Erklärung.

Die jüngsten Aktionen der kubanischen Behörden zeigten "eine bedeutende Verschlimmerung der Menschenrechtslage" auf der Insel und würden die Beziehungen zur Europäischen Union beeinträchtigen. Die EU fordere die sofortige Freilassung aller politischen Häftlinge. Sie werde die Entwicklung "aufmerksam verfolgen".

Am Freitag waren drei Entführer einer Fähre mit rund 40 Passagieren an Bord hingerichtet worden. Die Mittäter wurden zu Haftstrafen verurteilt, vier von ihnen lebenslänglich. Die Entführer hatten die Fähre gekapert, um darauf in die USA einzureisen. Dort wollten sie Asyl beantragen. Die Regierung in Havanna wirft den USA vor, mit ihrer großzügigen Einwanderungspolitik für Kubaner zu derartigen Taten zu ermutigen.(APA)

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