Nach der Burgenland-Wahl

Anfechtung für FPÖ "doch nicht vom Tisch"

8. Juni 2010, 14:53

Freiheitliche argumentieren mit Landesverfassung - SPÖ mit 50 Prozent neuen Mandataren

Eisenstadt - Für die FPÖ Burgenland ist eine Anfechtung der Landtagswahl "nun doch nicht vom Tisch", hieß es am Dienstag in einer Aussendung. Man könne und wolle sich nicht mit dem Umstand zufriedengeben, dass die Landtagswahlordnung mit hoher Wahrscheinlichkeit verfassungswidrig sei, argumentieren die Blauen nun ähnlich wie die Liste Burgenland. Parteiobmann Johann Tschürtz hatte erst am Montag erklärt: "Wir wollen definitiv keine Wahlanfechtung" und dabei auf einen Beschluss des Parteipräsidiums verwiesen.

Nun fordert die FPÖ eine Novellierung der im Dezember von der SPÖ beschlossenen Landtagswahlordnung. "Sollten SPÖ und ÖVP innerhalb der nächsten Tage keine Bereitschaft zeigen, die Landtagswahlordnung wieder zu ändern oder sie dem Verfassungsgerichtshof zur Kontrolle zukommen zu lassen, behalten wir uns die Anfechtung der Landtagswahl vor. Eine andere Möglichkeit haben wir nicht", so Tschürtz.

SPÖ mit 50 Prozent neuen Mandataren 

Auf Bewährtes und auf Erneuerung gleichermaßen will die SPÖ Burgenland in der neuen Legislaturperiode setzen: Während das Regierungsteam gleichbleibt, ziehen von insgesamt 18 SPÖ-Abgeordneten neun neu in den Landtag ein. Neuer Landtagspräsident soll der Nationalratsabgeordnete Gerhard Steier werden, sagte Landeshauptmann Hans Niessl am Dienstag bei einer Pressekonferenz nach dem Landesparteivorstand in Eisenstadt. Klubchef bleibt weiterhin der Draßburger Ortschef Christian Illedits.

Steier, der die Nachfolge von Walter Prior antritt, ist seit 1996 Bürgermeister von Siegendorf. Seit Dezember 2002 gehört der 53-Jährige dem Nationalrat an. In den Nationalrat soll nach ihm Bundesrat Erwin Preiner einziehen. Da Wolfgang Sodl aus dem Bundesrat in den Landtag wechselt, sind somit zwei SPÖ-Sitze in der Länderkammer des Hohen Hauses neu zu besetzen. In den Bundesrat werden deshalb der Neufelder Bürgermeister Michael Lampel und Inge Posch-Gruska einziehen.

Die SPÖ bleibe mit ihren 18 Mandaten die "Beschlusskonstante" im Landtag, so Klubchef Illedits. Man wolle dennoch versuchen, in Sachfragen den größten gemeinsamen Nenner mit den im Landtag vertretenen Parteien zu finden.

Gespräch über Zusammenarbeit gehen weiter

In den kommenden Tagen gehen unterdessen die Gespräche mit den Parteien über eine Zusammenarbeit im neuen Landtag weiter. Bevor am Montag die nächste große Runde mit der ÖVP ansteht, will Landeshauptmann Niessl diese Woche noch mit der FPÖ, den Grünen sowie mit der Liste Burgenland reden. Im Hinblick auf ein mögliches Arbeitsübereinkommen mit der ÖVP gehe es zunächst um Rahmenbedingungen. Es sei auch nicht auszuschließen, "dass es in manchen Bereichen ein sehr enges Arbeitsprogramm gibt", so Niessl. (APA)

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10 Postings
Geronimo 02
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hallo ins burgenland

hat sich schon wer von den 82% (wählern) der spövp (alias rostigenschwindlichen) überlegt, warum eigentlich in burgenland schon im mai gewählt wurde?
nachdem es ja noch keine 4 wochen her ist, seit sich "hanse nationaöle" nicht und nicht mit den "fanzi unbeliebt" über auch nur die geringsten kleinigkeiten mehr einigen konnte musste doch eine klare "situation" geschaffen werden, damit der hanse den franzi zeigen konnte, wo er den riesling her holen würde.
und jetzt?
alles eitle wonne. sind schon wieder kumpls, werden bald die nächsten 4 (hoppala) 5 jahre nur mehr für "ihr" land arbeiten.
haben die denn überhaupt eine ahnung, was arbeiten heisst?
anzunehmen nicht, wenn man deren herkunfts(gang) zurück verfolgt (gilt unschuldsvermutung).

Ein Troll
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Die "Eine "Stimme",

die ein Mandat entschieden hat, ist für mich wahlrechtlich grunsätzlich so nicht haltbar.

Die "Eine Stimme", kommt aber im Artikel nicht vor.

Hat den ein Burgenländer geschrieben :-)

PS: Der VfGH findet sicher eine Möglichkeit, unser Grundgesetz liberal auszulegen.

der lobbyist
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es gibt kein "grundgesetz" in österreich...

wimmerl
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Und außerdem eine Frau. Da muß doch jedem ordentlichen burgenländ. Sozialdemokraten das Grausen kommen. Frauen mit einer eigenen Meinung? Wo kommen wir da hin.

A_Schläsinger_vu_Brassel
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Was erhofft sich die FPÖ von einer Neuauszählung?
Dass die LBL doch noch rausfällt?
Ich hoffe, dass auch nach der nächsten Auszählung fünf Geteile im Landtage sein werden!

blame me
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das das 4 vierte mandat doch noch zu ihnen wandert. Das es die LBL haargenau auf die Stimme genau in den Landtag geschafft hat, sollte nicht nur FP-Symphatisanten dubios vorkommen..

A_Schläsinger_vu_Brassel
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11.6.2010, 12:49

ah geh... Wer sollte denn davon profitieren, wäre die LBL nicht im Landtage?
Wegen des einen Sitzes an die FPÖ? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein. Es gibt auch Zufälle.

Mercury12
01
Inge Posch-Gruska

Eine SPÖ-Linke weniger im Landtag. Ist wohl einmal zu oft mit der Gegenstimme zur eigenen Partei aufgefallen.

So machts die SPÖ.......und alle anderen!

gemeinsam
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keine ahnung - aber eine meinung

sie wurde von einer frau mit mehr vorzugsstimmen - der bürgermeisterin von mattersburg - aus dem landtag verdrängt.

Mercury12
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Jop, das mit der Salomon hat gut geklappt. Sie könnens mir jetzt glauben oder auch nicht, aber bei solchen Wahlen passiert kaum etwas zufällig. Zumindest was die Liste betrifft.

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