Web-Startup schickte Kunden falsche DNA-Testergebnisse

8. Juni 2010, 14:20
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Durch Verwechslung im Labor erhielten 96 Kunden von 23andMe die Analysen fremder Personen

In den USA kann jede Person relativ kostengünstig ihr Erbgut und das ihrer Familie analysieren lassen. Das Internet-Startup 23andMe bietet entsprechende Services über das Internet an. Dass Laien aus den Ergebnissen falsche Schlüsse ziehen oder Tests fremder Personen unter falschen Angaben durchgeführt werden könnten, sorgte bereits zuvor für Kritik. Nun ist eine Panne passiert, die erneut Fragen zur Seriosität derartiger Services aufwirft. Bis zu 96 Kunden sollen die Ergebnisse anderer Personen erhalten haben, berichtet TechCrunch.

Verwechslung im Labor

Ab 399 US-Dollar sind die Test-Kits erhältlich, die Kunden auf der Homepage des Unternehmens bestellen und mit Speichelproben retournieren können. Damit können unter anderem Prädispositionen zu gewissen Krankheiten festgestellt werden. Dem Bericht zufolge sei in einem der Vertragslabors des Unternehmens eine Verwechslung passiert und die Ergebnisse seien ohne weitere Kontrolle an die Kunden geschickt worden.

Geschockte Kunden

Für einige Kunden dürften die Ergebnisse kurzfristige Schocks ausgelöst haben. So berichtet eine Person im 23andMe-Forum, dass sie ihren Sohn habe testen lassen. Die Ergebnisse hätten Schlüsse zugelassen, dass der Sohn nach der Geburt vertauscht worden sein könnte, da er weder mit Mutter noch mit Vater Gemeinsamkeiten aufweise. 23andMe will nun die Analyseprozesse verbessern, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Alle betroffenen Kunden seien informiert worden. (red)

 

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    23andMe bietet DNA-Tests über der Internet an

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