"Bildungsaktionstag" am Mittwoch

ÖH ruft zu Aktionen in Wien und Salzburg auf

Wien - Mit Büchern, Umarmungen und Demos wollen Studenten morgen, Mittwoch, ein "Weg mit der (Bildungs-)Krise" erzwingen. Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ruft zur Teilnahme an einem "Bildungsaktionstag" mit unter anderem einer Demonstration in Salzburg gegen die angekündigten Sparpläne im Uni-Bereich sowie einer Kundgebung gegen das "Spring Membership Meeting" des internationalen Bankenverbands ("Institute of International Finance" - IIF) in der Wiener Hofburg auf.

Der Aktionstag in Wien beginnt bereits um 10.00 Uhr vor dem Parlament, wo die ehemaligen Audimax-Besetzer zur Start-Aktion "Wir bilden Meinung" aufrufen - Aktivisten posieren dafür mit einem für sie bedeutungsvollen Buch für ein Gruppenfoto. Anschließend sind diverse Aktionen in Wien geplant - etwa "Free Hugs for Free Education", bei der Passanten im Kampf für freie Bildung geherzt werden. Diverse Botschaften sollen mit Kreide auf die Straße gemalt werden, bei Flash-Mobs wollen Aktivisten zum "Denk Mal!" erstarren.

Höhepunkt soll um 17.00 Uhr eine Schlusskundgebung vor dem Parlament gegen die in der Hofburg tagende "Global Bank Community" werden. Anschließend gibt es noch eine "Aftershow-Party". In Salzburg ist der Protest lokaler angelegt: Die ÖH Salzburg und die Studentenprotestbewegung wollen ab 18.00 Uhr (Treffpunkt: Haus für Gesellschaftswissenschaften) unter dem Motto "Stoppt die Bildungstitanic" gegen die in Aussicht gestellten Einsparungen beim Uni-Budget demonstrieren Auch in Deutschland soll am Mittwoch protestiert werden. Dort ist sogar ein "Bildungsstreik" von Schülern, Lehrlingen und Studenten angekündigt. (APA)

 

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3 Postings

wurde meiner wahrnehmung nach recht wenig kommuniziert/beworben. würde ich nicht hin und wieder auf die unibrennt-seite schauen, hätt ich bislang wohl nichts davon mitbekommen.

wieder mal eine intelligenzfreie selbstdarstellung der immer gleichen üblichen verdächtigen.

aber bitte bloß nicht hinterfragen, warum das monatelange "zeichen setzten", "bewusstsein schaffen", "kritisch hinterfragen" etc. bis jetzt noch nicht gefruchtet hat. sonst müsste man ja mal konstruktiv arbeiten, anstatt sich mit hippen protestaktionen in szene setzen.

So konstruktiv

wie Ministerin Karl? Ex-Minister Hahn und Gehrer? Faymann, Proell, Kuntzl? AG? Sie etwa?

Was soll die kleine Zahl an Leuten, denen es nicht egal ist, dass die oesterreichische Unilandschaft den Berg hinab geht (einhellige Meinung von Rektoren bis Studis) tun? Budget selber erhoehen? Mehr Stellen schaffen? Bildung statt Ausbildung anbieten?

Was waere denn konstruktiv? Machen Sie einen Vorschlag. Versuchen Sie ihn umzusetzen. Sie werden sehen, dass man an der Teflonregierung nur abprallt. Sogar wenn man der OEVP Ideologie vorauseilend gehorcht, wird man nur fuer dumm verkauft (Badelt und WU).

Bezueglich der Selbstdarstellung haben Sie jedoch vermutlich recht.



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