Italien hebt Pensionsalter für Beamtinnen an

10. Juni 2010, 13:34
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Ab Jänner 2012 werden Frauen im öffentlichen Dienst mit 65 Jahren in Pension gehen

Rom - Unter dem Druck der EU-Kommission, die Italien ein Ultimatum gestellt hatte, hebt die Regierung in Rom das Pensionsantrittsalter für Frauen im öffentlichen Dienst an. Ab Jänner 2012 werden die Beamtinnen in Italien mit 65 Jahren statt wie bisher mit 61 in Pension gehen, beschloss der Ministerrat in Rom am Dienstag. Nach den ursprünglichen Plänen der Regierung Berlusconi hätte das Pensionsantrittsalter der Frauen im öffentlichen Dienst erst 2018 angehoben werden sollen.

"Diese Maßnahme wird maximal 25.000 Frauen betreffen, die später als erwartet in den Ruhestand treten werden", sagte Arbeitsminister Maurizio Sacconi. Er versicherte, dass die Maßnahme nicht auch auf Frauen in der Privatwirtschaft ausgedehnt werde.

Zehn Jahre lang hatte die EU Italien immer wieder aufgerufen, beim Pensionsalter den Unterschied zwischen Männern und Frauen abzubauen, da das Land somit gegen das Gleichberechtigungsprinzip verstoße. Die Tatsache, dass in Italien Frauen früher als Männer in den Ruhestand gehen, ist laut Brüssel für sie von Nachteil, weil sie weniger Rentenbeiträge einzahlen und somit eine niedrigere Pension beziehen. Die Höhe des Altersgeldes hänge nämlich von den insgesamt einbezahlten Pensionsbeiträgen ab. (APA)

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