Zwölf NATO-Soldaten binnen 24 Stunden getötet

8. Juni 2010, 13:12
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Blutigster Tag für ISAF seit August 2008: Damals zehn Franzosen ums Leben gekommen

Kabul - Binnen 24 Stunden sind in Afghanistan zwölf NATO-Soldaten getötet worden - damit erlebte die Internationale Schutztruppe ISAF den blutigsten Tag seit August 2008. Damals waren zehn Franzosen in einem Hinterhalt der Taliban östlich von Kabul ums Leben gekommen. Nach NATO-Angaben kamen bereits am Montag sieben Soldaten aus den USA, zwei aus Australien und einer aus Frankreich ums Leben, am Dienstag teilte die ISAF den Tod zweier weiterer Soldaten mit. Sie wurden demnach im Süden des Landes bei einem Bombenanschlag getötet.

Sechs US-Soldaten wurden durch einen selbstgebauten Sprengsatz (IED) im Süden getötet, ein weiterer wurde erschossen, wie die Regierung in Washington mitteilte. Die beiden Australier kamen durch eine Bombe am Straßenrand in der Provinz Uruzgan ebenfalls im Süden ums Leben. Ein französischer Soldat starb nach offiziellen Angaben bei einem Raketenangriff von Taliban-Kämpfern im Osten des Landes, drei weitere wurden dabei verletzt. Bei einem Selbstmordanschlag in der südlichen Stadt Kandahar wurden zudem zwei ausländische Unternehmer getötet, einer davon aus den USA, wie die US-Botschaft mitteilte.

Insgesamt wurden heuer damit insgesamt 247 ausländische Soldaten in Afghanistan getötet, wie aus einer Zählung der unabhängigen Website icasualties.org hervorgeht. 2009 kamen insgesamt 520 Soldaten der internationalen Truppen ums Leben. Für den Sommer planen die internationalen und afghanischen Truppen eine Großoffensive gegen die Taliban in Kandahar. Das Kontingent der ausländischen Soldaten am Hindukusch soll im laufenden Jahr auf 150.000 erhöht werden. (APA/AFP)

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