Jabulani zurecht im Kreuzfeuer der Goalies

8. Juni 2010, 12:35
108 Postings

WM-Ball ist unberechenbar - Studie der Adelaide University gibt Torhütern Recht

Johannesburg/Adelaide - Der italienische Weltmeister Gianluigi Buffon spricht von 'einer Schande', der spanische Europameister Iker Casillas sieht einen 'abgründigen Charakter', der Engländer Davis James findet Jabulani einfach nur 'schrecklich': Die Torhüter der großen Fußball-Nationen lassen im Vorfeld der WM in Südafrika kein gutes Haar am neuen Spielball - und eine Studie der australischen Adelaide University bestätigt die Eindrücke der Keeper.

'Die Torhüter dürfen sich bei diesem WM-Ball nicht mehr alleine auf ihre Intuition verlassen. Sie sehen den Ball auf sich zukommen, wissen, wo er hinkommen müsste - doch dann passiert auf einmal was ganz anderes', sagte Professor Derek Leinweber, der die Studie über den neuen Ball von Sportartikelhersteller adidas verfasste.

Harte Zeiten für Kastlhüter

Die Spieler haben dank Jabulani viele Möglichkeiten, den Torhütern das Leben schwer zu machen. Der Ball kann sehr stark angeschnitten werden und gerät dadurch in eine schnelle Rotation, das Ergebnis ist eine extreme Flugkurve.

Besonders bei Freistößen ist dieses Mittel Erfolg versprechend. Soll der Ball zum Flattern gebracht werden, wird in den meisten Fällen mit Vollspann und ohne Rotation geschossen. Die Bälle stehen praktisch in der Luft, bevor sie mehrfach die Richtung wechseln und danach - nicht selten - ins Tor gehen.

Egal ob extreme Flugkurve oder Zick-Zack-Kurs, so mancher Schlussmann wird am Kap wieder 'blöd aussehen'. Und deshalb glaubt Professor Leinweber: "Wenn die Torhüter einen neuen Ball entwickeln würden, dann wäre er aus Eisen und würde das ganze Spiel über im Mittelkreis liegen." (SID)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Eine wirre Wuchtel: der adidas Jabulani

Share if you care.