Werberat: "Entscheidung klar mehrheitlich"

8. Juni 2010, 12:18
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"Wir werden die Entscheidung des Werberates akzeptieren", sagt Strobl - Werberat rechnet damit, dass die Spots noch diese Woche auslaufen

Der ORF wird die vom Österreichischen Werberat beanstandete "bet-at-home"-Kampagne aus dem Programm nehmen. "Wir werden die Entscheidung des Werberates akzeptieren und sind mit dem Kunden in Gesprächen", sagte Kommunikationschef Pius Strobl am Dienstag. Der Spot werde "innerhalb einer überschaubaren Frist" nicht mehr gespielt.

Strobl betonte die Wichtigkeit des Werberates. Dessen Durchsetzungsmöglichkeit sei dem ORF "immer ein wichtiges Anliegen" gewesen. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des ORF sei zudem geregelt, dass Spots bei begründeten Anlassfällen abgelehnt und nicht ausgestrahlt werden können, so Strobl.

Bei ATV werde die Causa gerade geprüft, ob der Spot auch beim Privatsender nicht mehr ausgetrahlt wird, sei derzeit noch nicht entschieden, heißt es auf Anfrage von etat.at. ATV hat wie berichtet vor kurzem seine Geschäftsbedingungen geändert und will keine Kampagnen mehr schalten, die vom Werberat mit einem Stopp belegt wurden.

Werberat: "Entscheidung klar mehrheitlich"

Michael Straberger - Präsident des Werberates - rechnet damit, dass die betroffenen drei TV-Spots während der WM nicht mehr zum Einsatz kommen und noch diese Woche auslaufen. Die Entscheidung des Werberates, einen Stopp der bet-at-home.com-Kampagne zu empfehlen sei "klar mehrheitlich" erfolgt, der gesamte Werberat sei damit betraut gewesen. "Das Verfahren hat allen formalen Regeln entsprochen", so Straberger zur Kritik von gantnerundenzi an der Vorgangsweise. (APA/red)

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