Browser bringt bessere Performance und HTML5-Unterstützung - Apple verspricht deutlichen Geschwindigkeitszuwachs
Apple hat seinen Internet-Browser Safari 5 für Windows und Mac OS X veröffentlicht und zum kostenlosen Download bereit gestellt. Das Unternehmen verspricht eine höhere Geschwindigkeit, Verbesserungen bei der HTML-5-Unterstützung und bringt den Safari Reader. Als integrierter Suchanbieter ist Microsofts Bing hinzugekommen.
Reader-Funktion
Mit dem Safari Reader wird der ausgewählte Artikel in einer Ansicht dargestellt, die auch gleich mit vergrößerten Schriften aufwartet. Störfaktoren im normalen Layout einer Webseite werden damit in den Hintergrund gerückt. So ergibt sich ein angenehm klares Lesebild. Allerdings meint es der Reader beim Ausblenden potenzieller Störungen fallweise etwas zu gut. Denn zum jeweiligen Artikel gehörige Bilder werden zwar meist sinnvoll übernommen, auf einigen Seiten wie der New York Times scheitert der Reader aber an dieser Herausforderung.
Automatische Erkennung
An sich erkennt der Browser, ob der User einen Artikel betrachtet und bietet ihm dann in der Adresszeile einen Button an, um die Reader-Ansicht zu aktivieren. Das funktioniert oft auch auf semiprofessionellen und privaten Webseiten, doch gibt es auch hier teils unglückliche Ausnahmen. So bietet Safari 5 auf der recht überladenen Webseite der Financial Times Deutschland keinen Reader-Button an.
HTML5-Features
Die Unterstützung des HTML5-Standards wurde ausgeweitet. Nun ist es möglich mittels Videotag eingebettete Videos im Vollbildmous abzuspielen und diese mit Untertiteln zu versehen. Der Apple-Browser kommt nun auch mit Drag-and-Drop-Optionen, der Validierung von Eingabemasken, sowie mit Push-Benachrichtigungen zurecht. Innerhalb von Ajax-Applikationen kann nun außerdem auf die vorherige Seite zurückgekehrt werden, zu den weiteren Features zählen HTML5 Geolocation, WebSocket und Ruby, für die Ergänzung von Texten.
Geschwindigkeitszuwachs
Abseits der umfangreicheren Zusammenarbeit mit HTML5 verspricht Apple deutliche Geschwindigkeitszuwächse im Vergleich zu Version 4 von Safari. Die Javascript-Engine Apple Nitro, basierend auf Squirrelfish Extreme, wurde demzufolge um rund 30 Prozent beschleunigt. Außerdem brüstet sich Apple mit den JavaScript-Benchmarks aus Sunspider 0.9.1, wonach sogar Googles JavaScript-Engine V8 um drei Prozent langsamer sei. Webseiten ließen sich des Weiteren durch DNS prefetching schneller aufrufen, ebenso zuvor besuchte Seiten durch verbessertes Caching des Browsers.
Entwickler
Verbesserungen soll Safari 5 auch für Entwickler bringen, unter anderem lassen sich nun Erweiterungen basierend auf HTML5, CSS3 oder JavaScript schreiben. Durch den sogenannten Extension Builder soll das Verpacken von Erweiterungen und deren Installation vereinfacht werden. (pte/red)