Medientage 2010: Internetguru Jeff Jarvis als Speaker

8. Juni 2010, 11:58
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Wandel der Medien soll abgebildet werden - Als neue Location dient die Stadthalle, Messe wird es keine mehr geben

Wien - Alles neu bei den Medientagen 2010: In der 17. Ausgabe des hochrangigen Branchentreffs gibt es wie bereits berichtet mit der Stadthalle eine neue Location und andere Änderungen beim Programm. Verzichtet wird heuer auf eine Messe, die laut den Veranstaltern wirtschaftlich "nicht mehr darstellbar" war. Darüber hinaus soll dem Umbruch der Medienbranche Rechnung getragen werden und die Konvergenz der Medien dargestellt werden.

Das Motto "Chaos, Krieg oder Aufbruch" soll auch für die Medientage gelten, bei denen nichts so bleibt wie früher, wie die Geschäftsführerin des veranstaltenden Manstein-Verlages, Dagmar Lang, bei einem Pressegespräch am Dienstag in Wien erläuterte. Aufgeteilt wird die Veranstaltung, die heuer nur zweitägig ist, in die vier Schwerpunktbereiche "Wirtschaft und Philosophie", "Politik und Gesellschaft", "Zukunft der Medien" sowie "New Media".

Key-Referenten

Stellvertretend für diese Themenblöcke stehen auch die Key-Referenten: Richard David Precht, Shooting-Star der neuen deutschen Philosophie und Bestsellerautor, wird über die "Fragmentierung des Ich und die Fragmentierung der Medien" spreche. Miriam Meckel, die mit ihrem Buch über ihr Burnout "Brief an mein Leben - Erfahrungen mit einem Burnout!", die Debatte und die allgegenwärtige Dominanz des Kommunikationsterrors entfacht hat, wird über die gesellschaftspolitische Auswirkung der Interaktions- und Social Community-Welten räsonieren.

Über den von ihm propagierten Niedergang der klassischen Medien wird sich der amerikanische Internetguru und Medienstar Jeff Jarvis verbreitern, der per Videokonferenz zugeschaltet wird. Am anderen Ende dieses Meinungsspektrums steht der Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Frank Schirrmacher, der sich mit dem Buch "Payback" als einer der größten Kritiker der "Copy&Paste-Kultur" des Internets profiliert hat.

Der Manstein-Verlag erwartet etwa 2.000 Teilnehmer, sagte Lang. Die Medientage sollen heuer auch "mehr in die Breite" gehen, deswegen werden die beiden Veranstaltungstage mit Einzeltickets buchbar. Diese werden 70 Euro kosten. Auf den Freitag als Veranstaltungstag verzichte man heuer, dies habe sich in den vergangenen Jahren nicht bewährt. Stattfinden werden die Medientage am 21. und 22. September. (APA)

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