Fernost-Leitbörsen schließen überwiegend im Plus

8. Juni 2010, 11:45
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Shanghai entfernt sich von jüngstem 13-Monatstief

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend etwas fester tendiert. Positiv werteten Händler ein Interview von Ben Bernanke, demzufolge die Erholung der US-Wirtschaft nach Einschätzung des US-Notenbankchefs intakt sei. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 17,14 Zähler oder 0,18 Prozent auf 9.537,94 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 109,33 Zähler (plus 0,56 Prozent) auf 19.487,48 Einheiten.

Ein Minus musste hingegen der Markt in Singapur hinnehmen. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.746,61 Zählern und einem kleinen Minus von 5,27 Punkten oder 0,19 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 50,5 Zähler oder 1,16 Prozent auf 4.401,2 Einheiten.

An der chinesischen Börse legte der Shanghai Composite leicht um 0,09 Prozent oder 2,22 Zähler auf 2.513,95 Punkte zu. Damit entfernte sich der Index leicht von seinem zuletzt markierten tiefsten Kursniveau seit 13 Monaten. Mit einem Minus von mehr als 20 Prozent seit Jahresbeginn ist die chinesische Börse heuer aktuell der schwächste Handelsplatz in Asien. Am Berichtstag legten vor allem Werte aus dem Konsum- und Technologiebereich zu.

SAIC Motor-Papiere gewannen 1,1 Prozent auf 12,41 Yuan, nachdem das Automobilunternehmen über 26 Prozent gestiegene Umsätze im Monat Mai im Vergleich zum Vorjahr berichtet hatte. FAW Car gewannen 2,10 Prozent auf 16,28 Yuan und Beiqi Foton Motor legten 1,8 Prozent auf 17,25 Yuan zu.

Minentitel deutlich im Plus

Real Gold zogen um 4,9 Prozent auf 12,48 Hongkong Dollar an und Zijin Mining Group verbesserten sich um 2,2 Prozent auf 5,59 Hongkong Dollar. Zhaojin Mining schossen um 5,2 Prozent auf 16,66 Hongkong Dollar hoch.

Die australischen Bergbauriesen BHP Billiton und Rio Tinto wollen für ihr Eisenerz künftig deutlich mehr von den japanischen Stahlkonzernen verlangen. Die Preise würden im dritten Quartal um 22 bis 23 Prozent gegenüber dem Zeitraum April bis Juni steigen. Das hätte die Bergbaukonzerne ihren Kunden angekündigt. BHP-Papiere befestigten sich um 1,31 Prozent auf 37,02 Australische Dollar und Rio-Titel legten um 1,83 Prozent auf 66,75 Australische Dollar zu.

Höhere Euro- und Dollar-Kurse zum Yen unterstützten in Tokio exportorientierte Werte. Die Titel von Nissan Motor gewannen 1,30 Prozent. Der Automobilbauer erzielt 75 Prozent seiner Umsätze außerhalb Japans.

Negative Vorzeichen wiesen hingegen einige Finanztitel auf. Mitsubishi UFJ verbilligten sich um 2,1 Prozent auf 419 Yen und Sumitomo Mitsui Financial ermäßigten sich um 0,8 Prozent auf 2.609 Yen. Eine Ausweitung der Schuldenkrise in Europa würde auch japanische Banken treffen, hieß es aus dem Handel zur Begründung. (APA)

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