Defizit im Außenhandel leicht gestiegen

8. Juni 2010, 12:51
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Vorläufige Ergebnisse im ersten Quartal 2010: Rund vier Prozent Plus bei Österreichs Ein- und Ausfuhren

In Österreich wurden im ersten Quartal 2010 nach vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria Waren um 24,89 Milliarden Euro importiert, um 3,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren legten um 3,9 Prozent auf 23,81 Milliarden Euro zu. Insgesamt ergibt sich dadurch von Jänner bis März 2010 ein Außenhandelsdefizit von 1,08 Milliarden Euro, so die Statistik Austria in einer Aussendung. Vor einem Jahr hatte das Defizit knapp 1,06 Milliarden Euro betragen.

Aus den EU-Mitgliedstaaten bezog Österreich in diesem Zeitraum Waren im Wert von 17,98 Mrd. Euro, das entspricht einem Wachstum um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Wert der in diese Länder versandten Waren betrug 17,02 Mrd. Euro, das waren um 3,8 Prozent mehr als in der Periode Jänner bis März 2009. Die Handelsbilanz mit der Europäischen Union verzeichnete ein Defizit von 0,96 Mrd. Euro (Vergleichszeitraum 2009: 0,85 Mrd. Euro).

Im Außenhandel mit Drittstaaten konnte das Defizit im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum etwas verringert werden. Die Importe legten hier um 2,8 Prozent auf 6,92 Mrd. Euro zu, bei den Exporten gab es eine Steigerung um 4,1 Prozent auf 6,79 Mrd. Euro. Das Passivum der Handelsbilanz mit Drittstaaten betrug damit im ersten Quartal 0,13 Mrd. Euro (2009: 0,2 Mrd.).

Leitl: Krisenjahr 2009 endgültig überwunden

Für WKÖ-Präsident Christoph Leitl belegen die neuen Zahlen, "dass das Krisenjahr 2009 für die heimische Exportwirtschaft endgültig überwunden ist". Besonders erfreulich sei, "dass die heimischen Ausfuhren zu den meisten wichtigen Wirtschaftspartnern zulegen konnten." So hätten etwa die Exporte in die meisten österreichischen Nachbarstaaten überdurchschnittlich zugelegt: Plus 10,6 Prozent bei Ausfuhren in die Slowakei, plus 8,1 Prozent in die Schweiz und nach Deutschland, plus 6,1 Prozent nach Ungarn und Slowenien. Nach Tschechien waren die Zuwächse mit 3,9 Prozent genau dem Durchschnitt entsprechend.

Besonders hohe Zuwächse gab es bei den Exporten in die europäischen GUS-Staaten (+12,5%) und nach Asien (+5,3%). Hervorzuheben seien dabei die Ausfuhren nach China mit einem
Plus von 33,3 Prozent. "Die Zahlen für den Monat März stimmen noch positiver. Da machte der Exportzuwachs sogar fast 10 Prozent aus", freut sich Leitl. (red)

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