VKI siegt im Prozess gegen Zahlscheingebühr

8. Juni 2010, 10:07
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Wien - Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) geht - im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums - mit Verbandsklagen gegen die Verrechnung von Zahlscheinentgelten vor. Dieses Entgelt ist seit Inkrafttreten des neuen Zahlungsdienstegesetzes am 1.11.2009 schlicht verboten. Wie hunderte Beschwerden beim VKI zeigen, verrechnen viele Unternehmen dennoch dieses liebgewordene "Körberlgeld" weiter. Der VKI hat nun zwei Klagen gegen das Zahlscheinentgelt gewonnen.

Wer sich weigert, eine Einzugsermächtigung zu erteilen, wird von vielen Unternehmen "bestraft" und mit einem Zahlscheinentgelt von einem bis fünf Euro belastet. Die Einzugsermächtigung gibt dem Unternehmer den direkten Zugriff auf das Konto seiner Kunden; er steuert wann und wie viel abgebucht wird und das bringt insbesondere auch Ersparnisse beim Mahnwesen. Andererseits gibt es viele Konsumenten, die diesen Zugriff auf das eigene Konto nicht ermöglichen wollen. Diese werden seit Jahren mit zusätzlichen Entgelten bestraft. Entdeckt wurde dieses "Körberlgeld" von den Mobilfunkern. Gerade dort sind aber viele Kunden skeptisch. Immer wieder gibt es Rechnungen zu beanstanden - sei es wegen überhöhter Roaming-Gebühren, sei es wegen unbestellter Mehrwert-SMS. Mit Einzugsermächtigung zieht der Unternehmer das Geld zunächst einmal ein und der Kunde hat die Probleme: Er muss Einspruch erheben, das Geld rückbuchen lassen und jenen Teil der Rechnung, der unbestritten ist, auf andere Art bezahlen (und dafür Zahlscheinentgelt berappen).  (red)

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