Do & Co bekam Zuschlag für Fußball-EM 2012

8. Juni 2010, 17:16
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Der Wiener Caterer muss im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen

Wien - Nach der Fußball EM 2004 in Portugal, 2008 in Österreich und der Schweiz hat der Restaurant- und Catering-Betreiber Do&Co nun den Zuschlag für die Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine bekommen, sagte Do-&-Co-Chef und Mehrheitseigentümer Attila Dogudan am Dienstag bei der Bilanzpräsentation. Jedes dieser Großevents bringt einen zusätzlichen Umsatz von 20 bis 40 Mio. Euro. Und bei der Ausschreibung für die Olympischen Spiele 2012 in London sei man in der Endrunde.

Unzufrieden ist Dogudan seit fast zwölf Jahren mit der Bewertung der Do-&-Co-Aktien an der Wiener Börse: "Wir haben null Schulden, 30 Millionen Euro Cash und eine Eigenkapitalquote von 50 Prozent. Um wie viel muss man das Ergebnis noch verbessern, dass der Kurs steigt?", fragt Dogudan und überlegt eine Zweitnotiz an einer anderen Börse. Das sollte zusätzliche Liquidität bringen. Dogudans Privatstiftung würde in diesem Fall auch unter 50 Prozent gehen, und Partner Raiffeisen müsste auch Aktien verkaufen.

Um auch in England im Catering präsent sein zu können, wurde ein Joint Venture mit dem Londoner Delikatessengeschäft Fortnum&Mason eingegangen. Für Do & Co habe es in diesem Bereich bisher immer geheißen, man sei "nicht britisch" genug.

Bei einem Umsatz von 353 Mio. Euro wurde im Geschäftsjahr 2009/2010 ein Ergebnis von fast 19 Mio. Euro erzielt. Signifikant verbessert wurden die Margen. Im größten Bereich, dem Airline-Catering, konnten trotz des schwächelnden Hauptkunden AUA Zuwächse verbucht werden. (cr, DER STANDARD, Printausgabe, 9.6.2010)

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