Siemens wird noch "österreichischer"

7. Juni 2010, 14:59
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Ederer-Nachfolger in Wien sollte beste Kontakte zur Stadt-SPÖ haben

Am kommenden Mittwoch stellt der Münchner Technologiekonzern Siemens die Weichen auf mehr Macht für die "Ösis". Nach Konzernchef Peter Löscher, einem gebürtiger Kärntner, sitzt dann auch die Wiener Ex-Politikerin Brigitte Ederer in der Vorstandsetage des weltweiten Traditionsunternehmens. Sie wird das Europa-Geschäft leiten und zusätzlich noch konzernweite Personalchefin. Die gebürtige Floridsdorferin ist dann Chefin von mehr als 400.000 Siemensianern.

Aufsichtsratspräsidentin

Bis dato ist Ederer noch Boss von Siemens Österreich, künftig wird sie Aufsichtsratspräsidentin hierzulande sein. Ein Büro in Wien soll sie behalten, heißt es aus dem Konzern. Wer künftig die Leitung von Österreich und die von hier betreute Region Zentral- und Südosteuropa über hat, ist noch offen. Eine Entscheidung soll am Mittwoch, dem 16. Juni, bei der Aufsichtsratssitzung fallen.

Als Ederer-Nachfolger in Wien werden ihre Vorstandskollegen gehandelt, es könne aber auch eine Person aus der Zentrale in München sein, um Siemens Österreich näher an die Brust zu nehmen, wird in Medien spekuliert. Fix ist nur soviel: Der oder die Nachfolgerin sollten beste Kontakte zur Stadt Wien, sprich zur SPÖ, haben. Neben den ÖBB ist die Bundeshauptstadt der wichtigste Kunde von Siemens. (APA)

 

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